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Gold in Papierform: Xetra-Gold vs. EUWAX Gold II – Kosten, Spread, Auslieferung, Steuern

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Ein ausführlicher Vergleich der beiden beliebtesten deutschen Gold-ETCs – mit Fokus auf Spread, Liquidität, laufende Kosten, Auslieferungsanspruch und steuerliche Einordnung nach einem Jahr Haltedauer.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung, keine Steuer- oder Anlageberatung.

Warum „Gold in Papierform“?

Wer Gold im Depot halten möchte, landet in Deutschland häufig bei physisch besicherten Gold-ETCs. Sie bilden den Goldpreis eng ab, sind leicht handelbar und ersparen vielen Anlegern den organisatorischen Aufwand rund um Lagerung, Versicherung und Transport. Gleichzeitig ist „Papiergold“ nicht gleich „Papiergold“: Bei manchen Produkten zahlen Sie laufende Verwahrkosten, bei anderen stecken die Kosten stärker im Spread (Geld-/Brief-Spanne), und bei der Steuerfrage ist die konkrete Ausgestaltung (insb. Lieferanspruch) entscheidend.

Dieser Artikel vergleicht die zwei Klassiker: Xetra-Gold (DE000A0S9GB0) und EUWAX Gold II (DE000EWG2LD7). Im Kern sind beide Inhaberschuldverschreibungen (ETCs) und damit kein Sondervermögen wie ein ETF – ein Punkt, den viele bei „Gold-ETF“-Suchen übersehen. JustETF ordnet EUWAX Gold II explizit als ETC ein.

Merksatz: Der praktische Unterschied zeigt sich selten im Chart – sondern in den Reibungsverlusten (Spread & Gebühren), im Lieferprozess und in der rechtlichen / steuerlichen Einordnung.

„Der Unterschied zeigt sich selten im Chart – sondern bei Spread, Gebühren, Auslieferung und Steuerlogik.“

Vergleich von Xetra-Gold zu Euwax Gold II

Xetra-Gold vs. EUWAX Gold II (vereinfacht)
Kriterium Xetra-Gold EUWAX Gold II
Produktart ETC (Inhaberschuldverschreibung) ETC (Inhaberschuldverschreibung)
Laufende Produktkosten Verwahr-/Depotgebühr in der Struktur (typisch 0,025% pro Monat im Verwahrprozess; Broker kann weitergeben) Keine laufenden Verwahr- / Verwaltungs- / Versicherungskosten (laut Factsheet)
Spread (typische Tendenz) Sehr eng (insb. auf Xetra / Kernzeiten) Oft spürbarer als bei Xetra-Gold (dafür keine laufenden Kosten)
Liquidität Sehr hoch (großer Markt, häufige Preisstellung) Hoch, aber je nach Handelsplatz/Timing stärker schwankend
Auslieferung Grundsätzlich möglich (Details & Kosten abhängig vom Prozess/Anbieter) Kostenfreie Auslieferung ab 100 g (und ganzzahligen Vielfachen) innerhalb Deutschlands laut Factsheet
Steuerlogik nach 12 Monaten Rechtsprechungslinie beim BFH vorhanden (Lieferanspruch / Sachleistung im Fokus) Produkt wirbt i.d.R. mit fehlendem Steuerabzug nach 12 Monaten; praktische Umsetzung hängt auch vom Broker ab
Zentrales Risiko Emittentenrisiko (ETC ≠ Sondervermögen) + Kostenwirkung bei langer Haltedauer Emittentenrisiko + Spread/Handelsplatzabhängigkeit

Wenn Sie nur einen Satz mitnehmen möchten: Xetra-Gold ist oft das „präzisere Handelsinstrument“ (enger Spread), EUWAX Gold II eher der „Kostenminimalist“ (keine laufenden Kosten) – und die beste Wahl hängt davon ab, wie und wie lange Sie Gold im Depot halten.

„Xetra-Gold optimiert häufig den Einstieg / Ausstieg über einen engen Spread – EUWAX Gold II optimiert häufig die Haltedauer über 0% laufende Kosten.“

Was kaufe ich da genau?

Xetra-Gold: Struktur und Kostenmechanik

Xetra-Gold ist ein Gold-ETC, der die Goldpreisentwicklung abbildet und einen Lieferanspruch auf physisches Gold in der Konstruktion verankert. Die Produktunterlagen der Deutschen Börse nennen als strukturelle Depot- / Verwahrgebühr im Verwahrprozess 0,025% pro Kalendermonat (im Verhältnis Clearstream / Verwahrer). Entscheidend für Sie als Anleger: Je nach Broker kann diese Gebühr „intern“ wirken oder als separate Belastung in Ihrem Depot auftauchen. Eine anschauliche Quelle ist das Xetra-Gold-Factsheet der Deutschen Börse (PDF).

Praktischer Effekt: Bei langer Haltedauer addiert sich diese Kostenkomponente zu einem messbaren Performance-Abstand gegenüber dem Spot-Goldpreis. Dafür ist Xetra-Gold in der Praxis häufig sehr eng am Marktpreis, weil der Handel an einem sehr liquiden, professionellen Umfeld stattfindet.

„Bei Xetra-Gold ist der Spread oft das ‘Good News’-Kapitel – die Haltedauer-Kosten eher das ‘Hidden Chapter’.“

EUWAX Gold II: 0% laufende Kosten – dafür andere Reibung

EUWAX Gold II positioniert sich klar als ETC ohne laufende Produktkosten: Keine laufenden Verwahr-, Verwaltungs- und Versicherungskosten, zudem eine kostenfreie Auslieferung ab 100 g (und ganzzahligen Vielfachen) innerhalb Deutschlands – jeweils laut Factsheet. Die wichtigste Primärquelle ist das EUWAX Gold II Factsheet (PDF).

Das bedeutet allerdings nicht „kostenlos“. Bei Produkten ohne laufende Kosten verlagert sich ein Teil der wirtschaftlichen Reibung häufig in andere Komponenten – typischerweise in die Preisstellung (Spread), in Handelsplatzentgelte oder in Kosten rund um eine physische Auslieferung unterhalb der Freigrenzen.

„0% laufende Kosten heißt nicht 0% Kosten – es heißt: Die Kosten sitzen woanders.“

Kosten in der Praxis: Spread, laufende Gebühren, Broker-Entgelte

Spread: Der sichtbarste (und oft unterschätzte) Kostenfaktor

Der Spread ist die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Wenn Sie kaufen und unmittelbar wieder verkaufen, verlieren Sie ungefähr den Spread (vereinfacht). Bei Gold-ETCs ist das besonders relevant, weil Anleger häufig in größeren Beträgen handeln oder taktisch nachkaufen / verkaufen.

Erfahrung aus der Praxis: Xetra-Gold ist oft für enge Spreads bekannt, besonders in den Kernhandelszeiten und am passenden Handelsplatz. EUWAX Gold II kann ebenfalls liquide sein, weist aber je nach Handelsplatz und Uhrzeit häufiger spürbarere Spreads auf. Das ist keine „Schwäche“ an sich – es ist ein anderes Kostenprofil.

Merke: Wer häufig handelt, spürt Spread stärker. Wer lange hält, spürt laufende Gebühren stärker.

„Wer häufig handelt, bezahlt eher den Spread; wer lange hält, bezahlt eher die laufende Struktur.“

Grafik 1: Break-even-Logik (illustrativ): Wann kompensiert ein engerer Spread laufende Gebühren?
Break-even: Spread vs. Haltedauer (illustrativ) Das Diagramm zeigt zwei Kurven: Einmalige Spread-Kosten (einmalig) vs. kumulierte laufende Kosten über Zeit. Alle Zahlen sind Beispielwerte. 0 Haltedauer (Jahre) Kosten (Index) 1 2 3 4 5 6 7 8 Beispiel: Break-even ~3–4 Jahre Einmaliger Spread (Beispiel) Kumulierte laufende Kosten (Beispiel)

Hinweis: Diese Grafik ist illustrativ. In der Realität hängen Spread und Gebühren von Handelsplatz, Uhrzeit, Broker, Volatilität und Produktdetails ab.

Laufende Kosten: „Lagergebühr“ vs. „keine laufenden Kosten“

Der häufigste Aha-Moment im Vergleich: Bei Xetra-Gold existiert eine strukturelle Verwahr- / Depotgebühr im Hintergrund (typisch 0,025% pro Monat), während EUWAX Gold II laut Factsheet keine laufenden Kosten ausweist. Für Sie ist entscheidend, ob Ihr Broker diese Xetra-Gold-Kosten sichtbar weitergibt oder ob sie „im Produkt“ bzw. im Abwicklungsprozess wirken.

Ein hilfreicher Praxis-Check: Sehen Sie in Ihrem Broker-Preis- / Leistungsverzeichnis nach, ob es ein spezielles „Verwahrentgelt“ für Xetra-Gold gibt, oder prüfen Sie Abrechnungen auf regelmäßige Belastungen.

„Nicht die Frage ‘Gibt es die Gebühr?’, sondern ‘Wer zeigt sie Ihnen wo?’ entscheidet über die gefühlte Kostenwahrheit.“

Grafik 2: Kosten-Schichten bei Gold-ETCs (konzeptionell)
Kosten-Schichten (konzeptionell) Mehrschichtige Balken für Xetra-Gold und EUWAX Gold II, die Orderkosten, Spread, laufende Produktkosten und Lieferkosten darstellen. Keine echten Werte. Xetra-Gold Order Spread laufend Lieferung* EUWAX Gold II Order Spread laufend: 0 Lieferung* * Lieferkosten sind abhängig von Menge/Abwicklung; EUWAX Gold II nennt kostenfreie Auslieferung ab 100 g (DE) im Factsheet.

Broker-Ebene: Warum „Sparplan“, „Trade Republic“, „Scalable“ & Co. Ihre Kosten verändern können

Viele Fragen drehen sich weniger um das Produkt selbst als um die Umsetzung im Broker: „Sparplan“, „kostenlos“, „Spread“, „Realtime“, oder konkrete Namen wie Trade Republic/Scalable/ING. Das ist logisch: Die beste Produktlogik hilft wenig, wenn Ihr Broker hohe Handelsplatzentgelte, ungünstige Spreads außerhalb der Kernzeiten oder Zusatzkosten bei Lieferung berechnet.

Vorgehensweise, die sich bewährt: (1) Prüfen Sie, wo das Produkt gehandelt wird (Xetra, Stuttgart, außerbörslich), (2) handeln Sie möglichst in Kernzeiten, (3) vergleichen Sie die effektiven Gesamtkosten (Order + Spread + laufend + ggf. Lieferung).

„Bei Gold-ETCs ist der Broker oft der dritte Mitspieler – neben Emittent und Börse.“

Liquidität: Wie „leicht“ kommen Sie rein und wieder raus?

Liquidität heißt nicht nur „viel Volumen“, sondern auch: enge Spreads, ausreichend Stückzahl im Orderbuch und zuverlässige Preisstellung – besonders in volatilen Phasen. Xetra-Gold profitiert häufig vom Xetra-Umfeld und einer sehr breiten Marktteilnahme. EUWAX Gold II ist ebenfalls etabliert, aber stärker von Handelsplatz und Timing geprägt.

Was Sie live prüfen können: (a) aktuelle Geld-/Brief-Spanne, (b) Stückzahlen auf den ersten Orderbuch-Levels, (c) ob sich der Kurs plausibel zum Gold-Spot verhält.

Grafik 3: Liquidität-Proxy (illustrativ): Spread & Orderbuch-Tiefe nach Uhrzeit
Liquidität-Proxy über den Tag (illustrativ) Zwei Linien zeigen die Veränderung eines Liquiditäts-Index über den Tag. Die Werte sind illustrativ und sollen den Uhrzeit-Effekt verdeutlichen. 8:00 10:00 12:00 14:00 16:00 18:00 Profil A: typ. sehr stabil (Beispiel) Profil B: stärker uhrzeitabhängig (Beispiel)

Die Grafik ist bewusst schematisch. Sie soll nur zeigen: Uhrzeit und Handelsplatz verändern Ihre Ausführungskosten.

„Der beste Preis entsteht nicht durch Hoffnung – sondern durch Handelszeit, Handelsplatz und Disziplin.“

Auslieferung: Anspruch, Ablauf, Kosten – und die häufigsten Fallstricke

Beide Produkte sind gerade deshalb so beliebt, weil sie den Anspruch auf physische Lieferung in den Bedingungen verankern (bzw. als Sachleistungsanspruch ausgestalten). Genau dieser Punkt spielt nicht nur psychologisch („Notfall-Option“), sondern auch in der steuerlichen Argumentation eine zentrale Rolle.

EUWAX Gold II: „kostenfreie Auslieferung ab 100 g“ – was heißt das praktisch?

Laut Factsheet ist die Auslieferung ab 100 g oder einem ganzzahligen Vielfachen innerhalb Deutschlands kostenfrei möglich. Darunter oder bei Sonderfällen können Gebühren anfallen, und zusätzlich kann Ihre Depotbank für die Abwicklung eigene Entgelte verlangen. Deshalb ist es sinnvoll, die Auslieferung als Prozess mit mehreren Stationen zu verstehen: Emittent / Verwahrer (Produktlogik) + Depotbank (Abwicklung) + Logistik / Versicherung (Transport). (Details im Factsheet)1

„Auslieferung ist kein Button – es ist ein Prozess mit Emittent, Depotbank und Logistik.“

Xetra-Gold: Auslieferung möglich, aber Kosten-/Prozesscheck ist Pflicht

Auch bei Xetra-Gold ist die Lieferung grundsätzlich vorgesehen. In der Praxis sollten Sie jedoch vorab klären, welche Kosten Ihr Broker für die Abwicklung verlangt und welche Gebühren im Liefer- / Abwicklungsprozess anfallen können. Je nach Konstellation können Lieferkosten die Entscheidung „ausliefern oder verkaufen“ deutlich beeinflussen. Die steuerliche Rechtsprechung hat sich bei Xetra-Gold u. a. an der Frage orientiert, ob es sich bei der Einlösung um eine Sachleistung handelt (siehe BFH-Rechtsprechung).2

„Bei Xetra-Gold ist die Auslieferung möglich – aber ohne Kostencheck kann sie eine teure ‘Überraschungsoption’ sein.“

Steuerfreiheit nach einem Jahr: Wie „gerichtsfest“ ist das?

Die Frage „steuerfrei nach 12 Monaten?“ ist bei Gold in Deutschland ein Dauerbrenner. Hintergrund ist die Unterscheidung zwischen (a) Besteuerung als Kapitalertrag und (b) privatem Veräußerungsgeschäft mit Spekulationsfrist – und die Abgrenzung hängt im Detail an Struktur, Anspruchscharakter und Produktbedingungen. Bei Gold-ETCs wird die Diskussion häufig am Lieferanspruch / Sachleistungsanspruch aufgehängt.

Xetra-Gold: BFH-Rechtsprechung als Stabilitätsanker

Xetra-Gold gilt vielen als „gerichtsfester“, weil es mehrere einschlägige Entscheidungen des Bundesfinanzhofs gibt. Zentral ist etwa das BFH-Urteil vom 12. Mai 2015 (VIII R 4/15) zur steuerlichen Einordnung im Kontext Xetra-Gold.3 Für die Einlösung / Auslieferung ist zudem eine BFH-Entscheidung von 2018 (IX R 33/17) bekannt, die die Einlösung im Sachleistungsanspruch-Kontext behandelt.4

Wichtig: Auch wenn die Rechtsprechung ein starkes Argument ist, ist die praktische Umsetzung im Depotalltag eine zweite Ebene. Manche Broker behalten in Einzelfällen dennoch Kapitalertragsteuer ein (z. B. aus Vorsicht oder durch Standardprozesse), sodass Sie ggf. über die Steuererklärung korrigieren (lassen) müssen.

„Gerichtsfest heißt nicht ‘Broker-fest’: Verwaltungspraxis kann im Einzelfall nachlaufen.“

EUWAX Gold II: Steuerlogik plausibel – aber dokumentieren Sie sauber

EUWAX Gold II weist im Factsheet darauf hin, dass bei Veräußerung nach 12 Monaten Haltedauer „in der Regel“ kein Steuerabzug erfolgt (Formulierung bewusst nicht absolut). Das ist ein wichtiges Signal – dennoch gilt: Dokumentieren Sie Haltedauer, Anschaffungsdaten und Abrechnungen sauber, und prüfen Sie, ob Ihr Broker etwas einbehält. Bei größeren Summen ist eine Rücksprache mit einer Steuerberatung sinnvoll.

„Die beste Steuerlogik hilft nur, wenn Ihre Unterlagen die Haltedauer wasserdicht belegen.“

Was könnte sich ändern?

Steuerliche „Sicherheit“ ist bei Wertpapieren nie absolut. Änderungen können aus Gesetzgebung, Verwaltungspraxis oder Produktbedingungen entstehen. Ein Warnsignal wäre zum Beispiel, wenn ein Produkt den Lieferanspruch verändert oder faktisch entwertet. Ein anderes Risiko ist schlicht: Der Markt vermischt in der Wahrnehmung „Gold-ETF“, „Gold-ETC“ und „Gold-Zertifikat“ – dabei können die Regeln deutlich abweichen. Eine aktuelle Einordnung zur Situation „Gold-ETF in Deutschland“ und den gängigen Alternativen finden Sie u. a. in einer Finanzpresse-Übersicht.5

„Nicht jedes Produkt mit Gold-Label hat dieselbe Steuerlogik – die Bedingungen sind das Gesetz im Kleinen.“

Risiken: Das übersehene Kapitel (ETC ≠ Sondervermögen)

Beide Produkte sind ETCs und damit typischerweise Inhaberschuldverschreibungen. Das bedeutet: Es gibt ein Emittentenrisiko. Physische Besicherung reduziert Risiken, eliminiert sie aber nicht automatisch, weil die konkrete rechtliche Konstruktion zählt (Eigentumslage, Treuhand- / Sicherheitenstruktur, Zugriff im Insolvenzfall, etc.).

Ein stabiler Praxisansatz ist, die Primärdokumente zu lesen: Factsheet, Basisprospekt, KID/KIID (sofern vorhanden) und Produktbedingungen. Für den Qualitätsbegriff „Good Delivery“ beim Barrenstandard spielt zudem der LBMA-Rahmen eine Rolle.6

„Physisch besichert ist beruhigend – aber juristische Details entscheiden, wie beruhigend es wirklich ist.“

Für wen eignet sich welches Produkt?

Entscheidungsmatrix: typisches Einsatzprofil
Ihr Profil Tendenz Begründung
Häufiges Kaufen/Verkaufen, größere Orders, Timing wichtig Xetra-Gold Enger Spread kann häufiger wichtiger sein als „0% laufend“.
Langfristiges Halten („Buy & Hold“), möglichst geringe laufende Reibung EUWAX Gold II Keine laufenden Kosten laut Factsheet; Spread fällt primär beim Ein-/Ausstieg an.
Auslieferung realistisch geplant (z. B. ab 100 g) EUWAX Gold II Kostenfreie Auslieferung ab 100 g innerhalb Deutschlands laut Factsheet (plus Depotbank-Kosten möglich).
Maximales Sicherheitsgefühl durch bekannte Rechtsprechungslinie gesucht Xetra-Gold BFH-Entscheidungen zu Xetra-Gold werden oft als Referenzrahmen genutzt.

Wenn Sie unsicher sind, wählen viele Anleger einen pragmatischen Kompromiss: Kernposition im bevorzugten „Haltedauer-Produkt“ (häufig EUWAX Gold II), und für taktische Käufe / Verkäufe ein Instrument mit besonders engem Spread (häufig Xetra-Gold). Das ist kein Muss – aber eine nachvollziehbare Logik.

„Die beste Wahl ist selten ‘Produkt A oder B’ – oft ist es ‘Kernposition plus Taktik’.”

FAQ: Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen

Ist EUWAX Gold II wirklich „kostenlos“?
EUWAX Gold II weist laut Factsheet keine laufenden Verwahr- / Verwaltungs- / Versicherungskosten aus. Dennoch entstehen Kosten über Spread, Orderentgelte und ggf. Auslieferung / Depotbank-Gebühren.
Hat Xetra-Gold laufende Lagerkosten?
In der Verwahrstruktur sind Depot- / Verwahrgebühren genannt (typisch 0,025% pro Kalendermonat im Verwahrprozess). Ob Sie diese im Depot sehen, hängt vom Broker ab (Factsheet als Primärquelle).
Kann ich mir bei beiden Produkten Gold liefern lassen?
Grundsätzlich ja, aber Prozess und Kosten unterscheiden sich. EUWAX Gold II nennt kostenfreie Auslieferung ab 100 g (DE) im Factsheet. Bei Xetra-Gold sollten Sie Kosten und Ablauf vorab beim Broker prüfen.
Ist der Verkauf nach einem Jahr steuerfrei?
Die Einordnung hängt von Struktur und Praxis ab. Xetra-Gold hat relevante BFH-Rechtsprechung. EUWAX Gold II weist im Factsheet darauf hin, dass bei Veräußerung nach 12 Monaten Haltedauer in der Regel kein Steuerabzug erfolgt. Im Einzelfall kann Brokerpraxis abweichen.

Euwax zum Halten; Xetra zum Handeln

Wenn Sie vor allem handeln oder großen Wert auf einen engen Spread legen, ist Xetra-Gold häufig das präzisere Werkzeug. Wenn Sie vor allem halten und laufende Kosten minimieren wollen, ist EUWAX Gold II aufgrund der 0% laufenden Kosten (laut Factsheet) oft die naheliegende Wahl. In beiden Fällen lohnt ein kurzer Realitätscheck: Handelsplatz, Uhrzeit, effektive Gesamtkosten, und – falls wichtig – Ihr konkreter Auslieferprozess.

„Xetra-Gold ist häufig das bessere Handelsinstrument, EUWAX Gold II häufig das bessere Haltedauer-Instrument.“

Fußnoten

  1. EUWAX Gold II Factsheet (Mai 2025): Kostenfreiheit ab 100 g und „keine laufenden Kosten“. — Externer Link
  2. BFH-Entscheidungslinie zur Einlösung / Auslieferung (Sachleistungsanspruch als Kontext). — Externer Link
  3. Bundesfinanzhof, Urteil vom 12. Mai 2015, VIII R 4/15 (Xetra-Gold steuerliche Einordnung). — Externer Link
  4. Bundesfinanzhof, Urteil vom 06. Februar 2018, IX R 33/17 (Einlösung / Auslieferung, Leitsatz). — Externer Link
  5. Finanzpresse-Übersicht zu Gold-ETFs/Alternativen inkl. Xetra-Gold und EUWAX Gold II (aktuelle Zusammenfassung). — Externer Link
  6. LBMA Good Delivery: Standardisierung / Qualitätssicherung bei Goldbarren (Hintergrund zum Barrenstandard). — Externer Link
  7. Deutsche Börse: Xetra-Gold Factsheet (PDF) mit Gebührenhinweis in der Verwahrstruktur. — Externer Link

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