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Zenit erreicht? Kommt der Börsencrash in 2025?

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Es wurde allgemein erwartet, dass die Aktienkurse mit Trump neue Höhen erreichen. Dieser Wunsch hat sich aber rückblickend nicht erfüllt.

Die Zölle, von denen Trump sich wohl einfache, schnelle Erfolge erhofft, bringen mehr Volatilität, als den Finanzmärkten lieb ist.

Die US-Technologiewerte sinken seit Ende Februar 2025. Dieser Artikel bezieht sich vor allem auf diese Techwerte, die allerdings mit ihren hohen Marktkapitalisierungen einen großen Anteil am Gesamtmarkt ausmachen.

Börsencrash von Trump beabsichtigt?

Im bekannten Aktienforum „Wallstreetbets“ wird gemunkelt, Trump beabsichtige einen Crash, damit vermögende Menschen oder Unternehmen aus seinem Umfeld billig einkaufen können.

Solche Mutmaßungen zeigen, dass die Androhung und Verhängung von Zöllen gegen Staaten wie Kanada Fragen aufwirft und Unsicherheit erzeugt.

Trump and Dump

Eine abgeschwächte Version der These vom herbeigeführten Börsencrash ist die tageweise Kursmanipulation mit drastischen wirtschaftspolitischen Ankündigungen, die bald darauf zurückgenommen oder abgeschwächt werden.

Ohne uns diese Mutmaßungen zu eigen machen zu wollen: Voraussagen zu können, in welche Richtung sich die Aktienindizes am nächsten Tag bewegen werden, wäre in der Tat – mithilfe von Derivaten – sehr einträglich.

Die Märkte mögen Unsicherheit nicht

Anleger sind mit der prinzipiellen Volatilität von Aktien vertraut und leben damit. Schließlich ist die Volatilität systembedingt; man kann nicht erwarten, dass die Kurse in einer vorhersehbaren, glatten Linie ansteigen statt im Zickzack.

Die altbekannten, den Kurs beeinflussenden Faktoren sind aber nicht vom bloßen Willen einer einzelnen Person abhängig: Arbeitsmarktzahlen, Inflationsraten oder die Konsumlaune können nicht per Knopfdruck rauf- und runtergefahren werden.

Der neue Faktor Trump scheint die Finanzmärkte zu verunsichern. Nach kurzfristigen, teils deutlichen Anstiegen einiger weniger Aktien und von Bitcoin begann der Aktienmarkt, sich seitwärts zu bewegen.

Mit Trump Geld verdienen?

Zuletzt waren es drei Sonntage, an denen Trump Ankündigungen machte, die dann unter der Woche verschoben, geändert oder aufgehoben wurden.

Ist hier ein Muster zu erkennen? Wäre es möglich, Geld zu verdienen, indem man sich bewusst an Trump orientiert, um auf steigende beziehungsweise fallende Aktienkurse zu setzen?

Das erscheint unrealistisch, da man Trumps Aktionen kaum vorhersagen kann.

Trump sorgt für DAX-Belebung

Deutschen und europäischen Aktien scheint die Unsicherheit bei US-Anlegern etwas Aufwind zu verschaffen. Man liest jetzt öfter in US-Foren darüber, ob es vielleicht sinnvoll wäre, in europäische Aktien zu investieren.

Das zuletzt etwas gestiegene Interesse der Amerikaner macht die heimischen Aktien auch hierzulande wieder interessanter.

Erster Minicrash am 21.02.2025

Nachdem der S&P bereits am Tag zuvor geschwächelt hatte, ließ er am 21.02.2025 binnen Stunden um bemerkenswerte circa 2% nach, und dies im stetigen Fall und ohne das übliche Zickzack-Muster.

Update 24.02.2024: Und es geht heute, am Montag, weiter mit den Verlusten. Möglicherweise steht ein ausgewachsener Crash ins Haus. Die US-Börsen mögen Trumps Politik ganz und gar nicht.

Update 27.02.2024: Die vergangenen Tage ging es für Technologieaktien weiter bergab. Pre-market, also über Nacht, hatte sich die US-Börse etwas erholt, doch pünktlich zur heutigen Börseneröffnung gab es wieder Aussagen von Trump zu Zöllen. Die Zölle gegen Mexiko und Kanada würden am 4. März kommen und die Zölle gegen China würden am gleichen Tag von 10 auf 20 Prozent verdoppelt. Gestern, am Mittwoch, hatte Trump zudem 25% Zölle für Europa angekündigt.

Man kann mit Derivaten an der Börse auch dann sehr viel Geld verdienen, wenn die Kurse fallen. Trump ist derzeit in der Lage, mit Aussagen zu Zöllen die Kurse täglich in die Knie zu zwingen. Nur er und sein Umfeld wissen, wann solche Aussagen getätigt werden. Diese Umstände führen in den einschlägigen Internetforen, aber auch in etablierten Medien wie Forbes zu Spekulationen, zumal diese Aussagen wie aus der Hüfte geschossen fallen. Schwer vorstellbar, dass die neue US-Administration nicht um die bemerkenswerten Verwerfungen weiß, die hierdurch täglich aufs Neue an den Börsen ausgelöst werden.

Wie mit fallenden oder übermäßig volatilen Kursen umgehen?

Sollte man „den Dip kaufen“ oder sich sicherheitshalber zugunsten von Anleihen, Tagesgeld oder Gold eine Weile etwas aus den Aktien zurückziehen?

Mit langem Anlagehorizont scheint ein Kauf von Qualitätsaktien wie MSFT, GOOG, AMZN, NVDA u.a. zu derzeit günstigen Preisen nach wie vor attraktiv. Ein langer Atem und die Bereitschaft, Volatilität auszuhalten, sind eventuell mit Trump noch nötiger als sonst.

Von Trump kaum oder gar nicht beinflusst und viel weniger volatil als Aktien sind übrigens Immobilien als Kapitalanlage. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, um einen Teil Ihres Geldes aus Aktien abzuziehen, um ihn als Eigenkapital für eine vermietete Immobilie einzusetzen. Wir beraten Sie gerne.

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