Rezession 2023

Letzte Aktualisierung am 04.11.2022

Die Welt spielt aktuell verrückt: die globale Corona-Pandemie, übermäßig ansteigende Energiekosten, hohe Inflation und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine. Befinden wir uns in absehbarer Zeit in der Wirtschaftskrise 2023 oder sind wir schon mittendrin? 

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands lässt nichts Gutes ahnen – Deutschland steuert geradewegs in eine Rezession 2023!

Doch was genau ist eine Rezession überhaupt, in welchem Verhältnis steht das BIP dazu und was bedeutet eine Rezession für den Bürger? Was sind die Auswirkungen einer Rezession? Und welche Folgen hat eine Rezession im Besonderen für Immobilien? Gerne möchten wir im Laufe unseres Artikels Licht ins Dunkel bringen und weitere aufkommende Fragen beantworten.

Rezession Definition 

Was ist eine Rezession? Die Rezession ist eine der vier Phasen, die der Konjunkturzyklus durchlaufen kann.

Gekennzeichnet ist die Phase durch Wirtschaftswachstum mit negativer Wachstumsrate und gesamtwirtschaftlicher Abschwächung in hohem Maße.

Im normalen Sprachgebrauch wird als Synonym für Rezession oftmals wirtschaftlicher Rückgang, Abschwung oder die Wirtschaftskrise verwendet.

Rezession und Wirtschaft: Ab welchem Zeitpunkt genau eine Rezession vorliegt, da scheiden sich die Geister. 

Der wichtigste makroökonomische Faktor – um die gesamtwirtschaftliche Lage eines Landes, also seine Konjunktur, einzuschätzen – ist das BIP. 

Offiziell spricht man von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt eines Landes in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht weiter zunimmt oder sogar abnimmt. 

Das Gegenteil einer Rezession ist die expansive Phase beziehungsweise der konjunkturelle Aufschwung.

Die Wirtschaft erholt sich in diesem Abschnitt von der vorhergehenden Tiefphase – der sogenannten Depression.

Im Großen und Ganzen ist die Rezession nur eine Phase des gesamten Konjunkturzykluses. Im Folgenden werden wir uns die genaue Einordnung näher ansehen.

Wie Sie sich vor einer Rezession schützen können, erklären wir gerne in einem Infogespräch.

Einordnung in den Konjunkturzyklus. Wie bedenklich ist eine Rezession?

Welche Phasen durchläuft ein Konjunkturzyklus?

Vier Phasen des Konjunkturzykluses

Die vier wellenförmig auftretenden Phasen:

  1. Expansion = Aufschwung
  2. Boom = Hochkonjunktur
  3. Rezession = Abschwung
  4. Depression= Tiefphase

Konjunkturell bedingte kurzzeitige Schwankungen gehören in der Regel zu einem gesunden Konjunkturzyklus dazu und demnach ebenso alle vier oben genannten, natürlich auftretenden Phasen.

Auch die Rezession ist folglich ein Bestandteil eines natürlichen Zykluses und nicht per se vermeidbar. Zwar kann bereits eine kurze Phase der Rezession weitreichende Auswirkungen mit sich bringen, richtig bedrohlich jedoch wird eine Rezession erst dann, sobald sie über einen längeren Zeitraum anhält und zielgerichtet in eine Depression mündet.

Typische Merkmale und Schlüsselfaktoren, die auf eine Rezession hinweisen können

Versucht man nun herauszufinden, ob sich  die Wirtschaft aktuell in einer Rezession befindet, kann man sich an das Auftreten typischer Merkmale halten, die besonders in Kombination darauf hinweisen können, dass eine Rezession im Raum steht.

  • Stagnieren oder Sinken des BIPs (im Vergleich  zu den Vorquartalen) 
  • Inversion der Renditekurve für US-Anleihen
  • Persistierende und stark steigende Inflation
  • Abnehmende oder ausbleibende Investitionsbereitschaft
  • Rückgang der Kaufkraft und Nachfrage
  • Fallende Umsätze des Einzel- und Großhandels
  • Überfüllte Lager
  • Produktionseinstellung
  • Vermehrter Überstundenabbau und steigende Kurzarbeit
  • Entlassungen und zunehmende Arbeitslosigkeit
  • Pessimistische Wirtschaftsprognosen
  • Fallende Aktien- und Börsenkurse

Gründe einer Rezession

Es sind zahlreiche Faktoren, die auf die gesamte Welt- und Wirtschaftssituation und deren Entwicklung Einfluss nehmen. Folglich gibt es auch diverse Ansätze und Theorien, die versuchen, das Entstehen einer Rezession zu erklären. Lediglich generalisieren lassen sich die Gründe, welche zu einer Rezession führen, aber nicht. Im Folgenden werden diese definiert:

1. Überproduktion und -investition

Eine Ursache kann überschwänglicher Optimismus der Unternehmen während wirtschaftlich starker Phasen wie der Hochkonjunktur sein. Übermäßige Investitionen können zu überflüssigen Produktionskapazitäten führen. Somit werden Unternehmen gezwungen, diese Kapazitäten aufgrund von fehlender Nachfrage wieder abzubauen. 

2. Fehlende finanzielle Mittel 

Auch das gegenteilige Szenario kann eine Rezession herbeiführen. Fehlt es Unternehmen an ausreichend finanziellen Mitteln, so kann nicht investiert werden.  Folglich leidet auch das Wirtschaftswachstum darunter.

3. Struktureller Wandel industrieller Schlüsselbranchen 

Eine bedeutende Ursache, die eine Rezession auslösen kann, sind strukturelle 

Veränderungen in besonders wichtigen Industrien. Wenn ein Bereich von großer Tragweite in der Volkswirtschaft zusammenbricht, dann besteht die Gefahr, dass die gesamte Wirtschaft aus dem Gleichgewicht kommt.

Je tiefgreifender die Veränderungen sind, desto massiver werden Unternehmen davon beeinflusst und erleiden dadurch große Schäden. Der Weg in eine Rezession ist oftmals vorprogrammiert und nur schwer oder gar nicht mehr abzuwenden.

Corona-Krise und Russland-Ukraine-Krieg als Auslöser einer Rezession

Sehen wir uns den letztgenannten Faktor der strukturellen Veränderungen industrieller Schlüsselbranchen  genauer an. Hier kommt einem beispielsweise sofort die Ölindustrie mit dem plötzlich einsetzenden Anstieg des Ölpreises oder die weltweite Corona-Pandemie und deren weite Kreise ziehende Folgen in den Sinn. Man kann von Glück reden, dass Arbeitslosen- und Entlassungsquote vergleichsweise niedrig ausfielen, wenngleich genügend Menschen in eine Existenzkrise stürzten. Aktueller denn je ist auch der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Der Zusammenhang zwischen der Rezession und dem Krieg ist nicht von der Hand zu weisen. Ganz im Gegenteil: Laut des Bundesministeriums erschafft der Krieg substantielle Bedrohungen für die deutsche Konjunktur. Es kommt zu unterbrochenen Lieferketten, ausfallenden Handelspartnern und daraus resultierenden Engpässen. 

Wie schwer die Auswirkungen noch sein werden, ist abhängig von der weiteren Entwicklung und Schwere des Krieges. Eine weitere Zuspitzung der Lage würde der aufkommenden Rezession ohne Frage in die Hände spielen. 

Rezession und Inflation – Wie hängen sie zusammen?

Die Inflation ist einer der bedeutendsten Indikatoren für eine sich ankündigende Rezession.

Bei steigender Inflation sinkt der Wert des Geldes. Dies führt zu einem Kaufkraftverlust und geringerer Konsumbereitschaft, da die Bürger darauf bedacht sind, ihr Geld zusammenzuhalten, um ihren Lebensunterhalt auch bei steigenden Kosten bestreiten zu können. 

Zusätzlich zu steigenden Produktionskosten und Lieferengpässen spüren Unternehmen selbstverständlich die fehlende Investitionsbereitschaft der Verbraucherseite. Die Produktionsfähigkeit der Industrien sinkt weiter.

Es kommt zu Entlassungen und vermehrter Arbeitslosigkeit. Der Kreislauf beginnt von vorne. Bedeutet Inflation also folglich zwingend auch den Eintritt einer Rezession? 

Hier sollte man die Entwicklung und das Fortschreiten der Inflation genau unter die Lupe nehmen: Handelt es sich um eine extreme und vor allem anhaltende Inflation, die sich trotz entgegensteuernden Maßnahmen – wie beispielsweise Zinserhöhungen – nicht mehr eindämmen lässt? Ein solches Fortschreiten der Inflation weist stark auf eine rezessive Entwicklung hin. Vor einer Rezession explodiert die Inflation und sinkt während der Rezession selbst aber wieder oder entwickelt sich sogar in Richtung Deflation.

Maßnahmen wie das Anheben der Zinssätze sollen auf Angebot und Nachfrage ausgleichend wirken und sie somit wieder aneinander anpassen. Aufgrund externer Einflussfaktoren, wie beispielsweise dem Russland-Ukraine-Krieg, befinden sich jedoch auch Zentralbanken in einer gewissen Ohnmachtsituation: Die Inflation lässt sich durch die Zinspolitik nicht mehr vollständig eindämmen oder gar aufhalten.

Dafür bringen diese Beschlüsse schwerwiegende Folgen mit sich. Das Wachstum und die Weiterentwicklung der Wirtschaft werden massiv ausgebremst. Die Folge hiervon kann der Beginn einer Rezession sein.

Fakt ist, eine Rezession kann uns jederzeit und unvorhergesehen treffen. Zwar wird viermal jährlich vom ifo-Institut eine Konjunkturprognose veröffentlicht, dennoch fehlt uns die Fähigkeit, wie in vielen Bereichen unseres Lebens, alle Eventualitäten vorherzusehen und ihnen im Voraus bereits entgegenzuwirken.

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Stehen wir vor einer Rezession?

Eine Frage, die viele heutzutage beschäftigt und das nicht ohne Grund.

Neben den bereits aufgeführten Anzeichen und Gründen zählt auch die Entwicklung der Renditekurve für US-Anleihen mit einer Laufzeit von 2-10 Jahren. 

Innerhalb eines Jahres nach einer Inversion der Renditekurve liegt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession bei 67% und innerhalb von zwei Jahren danach bereits bei 95%. 

Ende März 2022 invertierte sie sich erstmals in den USA. Es spricht folglich einiges dafür, dass es zu einer globalen Rezession kommen wird.

Vergleicht man die bevorstehende Rezession mit denen in der Vergangenheit stattgefundenen, so kann man von einer besseren Vorbereitung ausgehen. Die Wirtschaft kann aufgrund von Einlagensicherungssystemen der Banken und automatischen Stabilisatoren, die für eine expansive Finanzpolitik während Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs sorgen, die Folgen besser verkraften und darauf reagieren. Ein weiterer Lichtblick ist die historisch gesehen niedrige Arbeitslosenquote. Wie genau sich die Situation entwickeln wird, kann jedoch nur der Lauf der Zeit zeigen. 

Auswirkungen und Folgen einer Rezession

Wie man sieht, ist das Thema “Rezession” äußerst komplex und beinhaltet zahlreiche Zusammenhänge und korrelierende Einflussfaktoren. 

Welche Auswirkungen und Folgen hat eine Rezession konkret auf die Wirtschaft und die Verbraucher? Welche auf den Staat? Was passiert bei einer Rezession genau? 

Was sind die Folgen einer Rezession für Bürger, Unternehmen und den Staat?

Auffallend ist, dass sowohl Bürger als auch Unternehmen immer sparsamer haushalten.

Die Sorge um zukünftige Entwicklungen stehen den meisten Menschen ins Gesicht geschrieben! Wie schon im Abschnitt “Rezession und Inflation” erwähnt, beginnt ein Teufelskreis.

Sehen wir uns die Unternehmensseite an: Im gesamten Unternehmen müssen Kosten zurückgefahren werden. Darunter leiden nahezu alle Bereiche der Firmen. Manchmal ist sogar die Anmeldung einer Insolvenz unumgänglich. Auch wenn es nicht jeder Politiker so sieht. 

Können Entlassungen und Stellenkürzungen abgewandt werden, so werden sicherlich Neueinstellungen vermieden. Innovatives und neue Projekte werden hinten angestellt.

Auch die Verbraucherseite leidet. Menschen haben weniger oder zu wenig Geld zur Verfügung und kämpfen darum, Kredite und Hypotheken zu begleichen.

Durch steigende Arbeitslosigkeit und weniger Liquidität, kommt es zu hohem Kaufkraftverlust der Konsumenten. Das wirkt sich auf die Nachfrage aus. Ein Teufelskreis – denn auch Unternehmen büßen mit fehlenden Einnahmen. Kurzarbeit und weitere Entlassungen sind die Folge. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Besonders Kleinunternehmer und Selbstständige sind von den Auswirkungen der Rezession betroffen, da die Absicherung oftmals geringer ausfällt als bei Beamten und Angestellten.

Es obliegt nun dem Handeln des Staates und der Zentralbanken, wie sehr Verbraucher und Gewerbetreibende unter der Rezession leiden. 

Was sind mögliche Maßnahmen gegen eine Rezession?

Der Staat muss im Hinblick auf seine Aufgaben Prioritäten setzen –  dabei kann es sogar bis zur Staatsverschuldung kommen. Doch welcher Kurs wird verfolgt und was sind aktuelle wirtschaftspolitische Maßnahmen?

Ein wichtiger Bestandteil sind konjunkturpolitische Maßnahmen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Wenden wir uns konkreten Beispielen von Gegenmaßnahmen zu, die infrage kommen, um einer Rezession entgegenzuwirken:

  • Entlastungspakete für Haushalte (Energiepreise)
  • Kurzarbeit (Corona)
  • expansive fiskalpolitische Instrumente, wie Beschäftigungsprogramme oder Steuersenkungen 
  • Schutzschirm für stark betroffene Konzerne

Ziel ist es, die gesamtwirtschaftliche Situation zu beeinflussen. Folgen einer Rezession wie Konjunkturschwankungen sollen ausgeglichen werden und es wird angestrebt, wieder ein stabiles Wirtschaftswachstum leisten zu können. Natürlich kann auch der Staat nur im Rahmen seiner Möglichkeiten ausgleichend wirken und die fehlende Wirtschaftskraft kompensieren.  Somit strebt der Staat demnach an, die rezessive Phase so schnell als möglich zu überwinden.

So strukturieren Sie Ihre Geldanlagen bei einer Rezession 

Grundsätzlich tendiert der weitsichtige Anleger zur Diversifikation. Selbstverständlich kann sich die Gewichtung des Risikos verschieben. Ausschlaggebend hierfür ist, in welcher Konjunkturphase wir uns zu diesem Zeitpunkt befinden.

Konkret bedeutet es, dass man in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bereit sein sollte, mit den Wellen der Konjunktur mitzuschwimmen und die ursprünglich angedachte Zuordnung beziehungsweise Verteilung von Investitionen zu überdenken. 

Wer den Fokus darauf gelegt hat, sein Geld langfristig anzulegen, wird diesbezüglich etwas weniger Sorgen haben. Schon im Vorhinein wurde ein gewisser Puffer für Krisenzeiten in die Investitionsstrategie eingebaut. Ansonsten liegt es nun an einem selbst, die Chance zu ergreifen und die Investmentstrategie zukunftsorientiert anzupassen. Nicht zuletzt kommt an diesem Punkt das Immobilieninvestment in den Sinn, welches einen wesentlichen Aspekt des Rebalancings darstellen kann. Nicht in der Vergangenheitsform.

Wünschenswert ist es, das ursprünglich angestrebte Gleichgewicht von Risiko und Sicherheit wiederzuerlangen. Dies erfordert Handeln. Das bestehende Portfolio sollte womöglich neu angeordnet, ausgeglichen und angepasst werden.

Weniger empfehlenswert ist es jedoch, Panikverkäufe zu tätigen. Ein Einbruch des Kurses durch die Rezession ist virtuell und der Zyklus wird sicherlich seinen Lauf nehmen. Dementsprechend wird sich höchstwahrscheinlich die Kurve wieder drehen. Gut Ding will Weile haben.

Wie funktioniert die Umverteilung in der Praxis?

Man kann Anlageklassen mit zu hoher Gewichtung verkaufen und diese durch andere ersetzen. Dies ist jedoch ein komplexes, aufwändiges und oftmals, aufgrund der Handelsgebühren, kostspieliges Unterfangen.

Rezession und Aktien: Was passiert bei einer Rezession mit Aktien? 

Aktienmärkte leiden in der Regel während einer Rezession. Eine solche wirtschaftliche Abschwungphase wirkt sich sowohl auf die gesamte Wirtschaft als auch auf die Aktienbewertung negativ aus. 

Allgemein lässt sich sagen, dass Aktien während einer Rezession an Wert verlieren. Dies kann man auf das schlechtere Marktumfeld zurückführen. Wie handeln börsennotierte Unternehmen in dieser Situation? Sie senken ihre Kosten, machen Abläufe effizienter und stufen ihre Gewinnprognosen herunter.

Ziel ist es schließlich, die Rentabilität auszubauen und somit Absatzeinbrüche auszugleichen. 

Teilweise sind Unternehmen sogar gezwungen, gewisse Teile, welche nicht zum Hauptgeschäft gehören, zu veräußern, Dividendenzahlungen zu kürzen oder gar vollständig abzuschaffen.

Bedeutende und einflussreiche Branchen wurden in der Vergangenheit bereits durch Rettungsgelder über Wasser gehalten beziehungsweise sichergestellt (Finanzkrise).

Investoren entscheiden sich jedoch oftmals trotzdem dafür, ihr Geld vollständig vom Markt zu nehmen oder Investitionen vermehrt im Ausland zu tätigen. “Sichere” und wertbeständige Anlagen, wie Gold oder Immobilien, werden favorisiert.

Welche Aktien sind in einer Rezession empfehlenswert?

Für den krisengebeutelten Anleger ist es von großer Bedeutung, das Risiko des Wertverlustes zu minimieren.

Bei einer Rezession empfiehlt es sich folglich, den Fokus auf langfristigeres und börsenorientiertes Investment zu legen: ETFs. Bei ETF-Fonds wird die Entwicklung bestimmter Indizes abgebildet. Diese gibt es unter anderem als einen Sparplan, bei dem Sie automatisch in einem festgelegten Intervall investieren. 

Dies bringt folgenden Vorteil mit sich: Ist der Börsenkurs gerade am Fallen oder bereits am Tiefpunkt angelangt, können ETF-Anteile besonders günstig erworben werden. 

Gerade dieses antizyklische Investieren ist ein wesentlicher Bestandteil des Rebalancings und eine Möglichkeit, die aktuelle Marktlage für sich zu nutzen.

Profitieren Sie von hohen Verkaufs- oder niedrigen Kaufpreisen! 

Eine weitere Möglichkeit, in rezessiven Zeiten in Aktien zu investieren, ist es, defensive Aktien zu kaufen. Diese bleiben auch in Abschwungszeiten stabil.

Beispiele hierfür sind Aktien für Basiskonsumgüter oder für die Versorgungswirtschaft. Dies sind Bereiche, die zu jedem Zeitpunkt gefragt sein werden.

Haben Sie sich vielleicht mal folgende Fragen gestellt? Was sind die besten und sichersten Aktien während einer Rezession

Soll ich in einer Rezession meine Aktien verkaufen

Viele Aktionäre neigen in Krisenzeiten zu Panikverkäufen.

Dies ist nicht immer die beste Wahl. Durch den rasanten Verkaufsanstieg wird die Entwertung weiter vorangetrieben. Einzig und allein Angebot und Nachfrage regulieren den Aktienmarkt.

Wenn es die eigenen finanziellen Umstände zulassen, kann es ratsam sein, auch mal eine Abschwungphase während des Konjunkturzyklusses auszuharren. Das Blatt kann sich wieder wenden.

Selbstverständlich muss jedoch das Risiko, welches die jeweiligen Aktien mit sich bringen, abgewogen werden, um im Falle des Falles das Geld entsprechend umlagern zu können.

Stichwort “Rebalancing” und das Schaffen zusätzlicher Sicherheiten.

Gibt es womöglich sogar Aktien, die in einer Rezession steigen? Und welche Aktien sollte man dann kaufen? Bis auf wenige Bereiche, wie zum Beispiel Aktien der Rüstungsindustrie, kann man kurzfristig gesehen vermutlich eher weniger mit einer Wertsteigerung von Aktien während einer Rezession rechnen. Die oben beschriebene Panik, die am Markt entsteht, kann jedoch eine Möglichkeit sein, um auf lange Sicht Kapital aus der Rezession zu schlagen. Viele Aktien fallen unter ihren Buchwert und Aktionäre können diese für weniger erwerben als dem Buchwert der Aktie entspräche. Die Bedingung für einen Wertzugewinn in Zukunft ist es jedoch, die Abschwungphase zu überleben. Es empfiehlt sich, den Blickwinkel auf Unternehmen mit optimistischen und visionären Gedanken zu setzen. Sobald sich die Wirtschaft wieder in den Aufschwung begibt, werden dies die Vorreiter auf dem Markt sein. Fortschrittliche Unternehmen investieren oftmals trotz wirtschaftlich herausfordernder Umstände mehr in Marketing oder neue Produkteinführungen. Das Unternehmen ist darauf bedacht, neue Marktanteile und Kunden für sich zu gewinnen. Darum  können sich nur diejenigen bemühen, die nicht ums blanke Überleben kämpfen müssen.

Immobilien und Rezession: Was sind die Folgen für den Immobilienmarkt? 

Ist eine Prognose der Immobilienpreise 2023 möglich? Sinken Immobilienpreise bei einer Rezession? Allgemein lässt sich festhalten, dass Immobilienpreise während einer Rezession fallen. Gründe hierfür gibt es verschiedene. Was genau passiert bei einer Rezession mit Immobilien? 

Selbstverständlich hat eine Rezession auch Folgen für Immobilien. Grundsätzlich aber lässt sich feststellen, dass das Sinken der Immobilienpreise, potentiell gesehen, während einer Rezession nur ein vorübergehendes Schwanken am Markt darstellt. Menschen, die lange im Immobilienbesitz sind oder sein werden, erleiden lediglich einen temporären Wertverlust ihrer Immobilie. Haben Sie Ihre Immobilie während wirtschaftlicher Hochzeiten gekauft, so dürfen Sie daran denken, zu welchen hervorragenden Konditionen (Niedrigzins!) Sie vermutlich Ihr Investment damals erworben haben. Durch Mieteinnahmen ist das aufgenommene Darlehen in den meisten Fällen bereits partiell getilgt. Eine vorübergehende Minderung des Wertes kann – gesamtheitlich betrachtet – demnach gut verkraftet werden. Nicht ohne Grund ist die Rede von Betongold. Immobilien gelten als Sachgutanlage nach wie vor als der Bestandteil der Wirtschaft, der sich bei schwächer werdender Rezession am schnellsten wieder erholt. 

Immobilien und Rezession

Immobilienpreise können bei einer Rezession kurzfristig sinken. Immobilien erholen sich aber grundsätzlich sehr schnell wieder.

Ist es ratsam, während einer Rezession Immobilien zu kaufen? Sicherlich ist es am Ende des Tages eine höchst individuelle Entscheidung, wohinein man in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, wie einer Rezession, am besten investiert. Dennoch sollte man die sich ergebenden Chancen vor lauter Sorgen und Trübsalblasen nicht aus den Augen verlieren. Zurück zu Immobilien und Rezession. Richten wir unser Augenmerk für einen Moment auf die inflationäre Lage. Durch das Aufnehmen eines Darlehens für ein Immobilieninvestment kann man sogar von der Inflation profitieren. 

Sehen wir uns an, was genau gemeint ist. Die Relation von Mieteinnahmen zu Schulden ändert sich durch die vorherrschende Inflation: Mieten werden erhöht und im gleichen Atemzuge verlieren die aufgenommenen Schulden an Wert. Höhere Mieteinnahmen treffen auf real geminderte Schulden.

Doch was passiert mit dem Immobilienmarkt während einer Rezession? Der Immobilienmarkt an sich bleibt auch während einer Rezession stabil. Dennoch kann es in einer Abschwungphase vermehrt zu Verkäufen kommen, die aktuelle Zinslage wirkt verstärkend. Für Investoren eine verlockende Möglichkeit, preiswerter zu kaufen. Mit der nötigen Weitsicht sollte natürlich auch so gut wie jedem klar sein, was passiert, sobald der Markt sich erholt und die Zinsen wieder fallen.

Chancen einer Rezession – Nutzen Sie die aktuelle Marktlage für sich!

Chancen einer Rezession

Rezession hat sowohl Chancen als auch Risiken.

Wie eine Medaille hat auch eine Rezession zwei Seiten. Es sind nicht beide ausschließlich negativ behaftet. In der Boomphase neigt die gesamte Wirtschaft zu Übertreibungen. Im Kleinen wie auch im Großen. In der Rezession hingegen wird sie wieder demütig und vernünftig. Man könnte sie gar als reinigenden Prozess sehen: Bestehende Geschäftsmodelle werden auf den Prüfstand gestellt, überflüssige Strukturen hinterfragt. Nicht überlebensfähige Unternehmen verschwinden von der Bildfläche und machen Platz für Neues und Innovatives. Es ist also auch eine Zeit der Neuerfindung sowie der Weiterentwicklung. Kreativität ist gefragt und es können sich neue und zukunftsweisende Werte entwickeln, die sich auszahlen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Schon in vergangenen Krisenzeiten sind bedeutende Unternehmen wie beispielsweise IBM, Uber oder Airbnb entstanden. Eine solche Marktbereinigung wirkt sich, langfristig gesehen, allenfalls positiv auf das gesamte Wirtschaftswachstum aus.  Auch für jeden Einzelnen von uns kann eine wirtschaftlich herausfordernde Zeit wie jetzt, ein Weckruf sein, all das Potential, das in uns schlummert, zu wecken und die Chancen, die sich uns bieten zu erkennen und zu nutzen.

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