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Inflation auf dem Rückzug: Was bedeutet das für Immobilien?

Erfreuliche Nachrichten: Die Inflation zieht sich weiter zurück und erreicht im November mit 3,2 % erstmals wieder einen vergleichsweise niedrigen Stand – um genau zu sein, den niedrigsten seit Juni 2021! Die Welt ist in großer Aufruhr und war geprägt von erschreckenden Ereignissen: Angefangen bei der Coronakrise, dem Russland-Ukraine-Krieg bis hin zur Energiekrise…

Umso wichtiger ist es, das Augenmerk verstärkt auf die positiven Aspekte zu lenken. Die sinkende Inflation ist ohne Frage ein Grund zur Erleichterung für jeden Einzelnen. Doch was bedeutet die Entwicklung der Inflation, insbesondere für die Immobilienpreise? Allem Anschein nach steht der Kurs der Europäischen Zentralbank auf Entspannung. Gemäß unserer Prognose und der Meinung vieler weiterer Experten ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Zinsen weiter steigen.

Die Zinsen bleiben die nächsten Monate nach Einschätzung der aktuellen Lage erstmal stabil. Vielmehr deutet alles auf die erste Zinsanpassung nach unten hin. Geschehen wird das voraussichtlich spätestens im zweiten bis dritten Quartal 2024. Auch wenn sich die Zinsen auf absehbare Zeit nicht mehr dem Nullniveau nähern werden, wird die EZB in naher Zukunft vermutlich eine Korrektur des Leitzinses in Richtung der 3 % einleiten.

Die mögliche Entscheidung der EZB, den Leitzins in Zukunft zu senken, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Inflation beruhigt sich fortschreitend. Ein gutes Indiz, welches auch die Notwendigkeit einer restriktiven Geldpolitik in den Hintergrund rücken lässt. Wirft man einen Blick auf die wirtschaftlichen Daten der EU, so fällt momentan wenig Erfreuliches auf. Durch eine Zinssenkung bestünde die Hoffnung, dass die Kaufkraft der Bevölkerung zunimmt.

Es wird wieder interessanter, zu investieren, und die Wirtschaft erhält demnach eine Chance auf Erholung. Dies würde folglich nicht nur erfreuliche Entwicklungen im alltäglichen Leben begünstigen, sondern würde auch einen bedeutenden Einfluss auf den Sektor der Investments nehmen.

Inflation und Immobilien

Eine zunehmend entspannte Politik der EZB wirkt sich auch auf den Immobilienmarkt aus. Stichwort Bauzinsen oder Immobilienkredit. Sinkende Zinsen beeinflussen auch Immobilienfinanzierungen, und das im vorteilhaften Sinne: Durch eine lockerere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank werden sich die Finanzierungsgebühren für Immobilien wieder auf einem, historisch gesehen, noch immer niedrigen Niveau einpendeln.

Wie sieht es mit dem grundsätzlichen Interesse an Kapitalanlageimmobilien aus? Durch die zunehmende Stabilisierung der inflationären Lage ist schon jetzt eine erhöhte Nachfrage nach Bestandsimmobilien erkennbar. Woran liegt das? In der Vergangenheit existierende Umstände führten dazu, dass weniger gebaut und entwickelt wurde. Höhere Zinsen, gestiegene Bodenpreise, hohe Baukosten und politische Vorgaben dämpften den Fortschritt. Bei Letzterem kommt einem beispielsweise die Sozialgerechte Bodennutzung in München, kurz SoBoN, in den Sinn.

Das 2021 verschärfte Konzept sieht vor, dass Investoren verpflichtet sind, mindestens 60 % Sozial- bzw. preisgebundene Mietwohnungen zu bauen. Doch nun gab es positive Veränderungen im Bereich Bau und Entwicklung. Abgesehen davon, dass sich die Zinsen zunehmend erholen, sinken auch die Preise der Baustoffe, wie beispielsweise Holz, Stahl oder Beton.

Nicht zuletzt sind die Immobilienpreise, welche seit Beginn der Zinswende um bis zu 20 % gefallen sind, ausschlaggebend. Tiefpreis trifft auf sinkende Zinsen und stark gestiegene Mieten. Die Nachfrage nach Renditeobjekten wird weiter zunehmen, besonders im Hinblick auf Zinssenkungen in der Zukunft.

Aller Voraussicht nach wird, sobald es schlussendlich zu einer Absenkung des Leitzinses kommt, die schon vorherrschend verstärkte Nachfrage nach sanierten Bestandsimmobilien weiter zunehmen und sich zu einem richtigen Hype entwickeln. Auch die Immobilienpreise werden sich im Laufe des nächsten Jahres langsam aber sicher wieder regenerieren, so Prognosen. Mit einem merklichen Preisanstieg ist vermutlich bis Ende des nächsten Jahres zu rechnen.

Ein Investment ist und bleibt eine höchst individuell zu treffende Entscheidung. Jedoch gibt es ein bekanntes chinesisches Sprichwort, das besagt: „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt.“ Im Bezug auf Immobilien bedeutet dies, dass der beste Zeitpunkt, um zu investieren, jetzt ist. Besonders wenn man die aktuelle Marktsituation und die sich daraus ergebenden Chancen für sich nutzen möchte.

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