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Geld sicher anlegen • 11 Geldanlagen im Vergleich

Immer mehr Menschen möchten ihre Geldangelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Diese Entwicklung zeigt auch unsere nicht repräsentative Umfrage, die wir mit 1004 Personen durchgeführt haben:

Geldanlage selbst kümmern Umfrage

Die deutliche Mehrheit der Befragten will das Thema Geldanlage in die eigene Hand nehmen (Umfrage via appinio.com)

Sich selbst um Finanzen und Vermögensaufbau zu kümmern, ist sinnvoll, unabhängig davon, ob die Zinsen steigen (2022-2023) oder sinken (seit Ende 2023). Doch zunächst sollten Schulden auf dem Girokonto oder aus Konsumentenkrediten getilgt werden, da die Schuldzinsen, die dadurch gespart werden, meist höher sind als die Sparzinsen, die mit dem gleichen Geld erwirtschaftet werden könnten. Dies gilt nicht für Schuldzinsen, die im Rahmen eines Investments anfallen, insbesondere nicht für Immobilienkredite.

Nachdem die Konsumschulden getilgt sind, sollten Sparer sich einen Überblick über die zahlreichen aktuellen Möglichkeiten, Geld anzulegen, verschaffen, um schließlich die persönliche Anlagestrategie zu formen. Bei allen Anlageprodukten stellen sich in der Regel die gleichen Fragen:

Ein Faktor, der Sparer zur Suche nach der besten statt irgendeiner Geldanlage antreibt, ist die allgegenwärtige Inflation. Die EZB strebt eine Inflation von 2% an, da dies aus historisch-wirtschaftstheoretischen Gründen als Zustand der Preisstabilität angesehen wird. Der ständige Kaufkraftverlust ist also nicht Systemfehler, sondern beabsichtigt. Seit 1994 betrug die Inflationsrate, also die Preissteigerung in den vergangenen 12 Monaten, in Deutschland zwischen 0 und 2,5%. Doch zwischen Februar und September 2023 lag sie durchgängig bei fast 9 Prozent. Diese Prozentpunkte müssen von der nominalen Rendite einer Geldanlage abgezogen werden, um schließlich den Realzinssatz zu erhalten, also die Rendite, die unterm Strich (nach Inflation) bleibt. Auch wegen des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen Öl-, Gas- und Weizenengpässen ist weiter mit hohen Inflationsraten (Dez 2023: 3,7%) zu rechnen. Was richtet eine solche Inflation mit dem eigenen Vermögen an? Die Inflation schwächt die Kaufkraft spürbar:

Kaufkraftverlust bei Inflation

(Hier wird mit 1, 2, 3, 5 und 10% Inflation gerechnet, Quelle: johannes-strommer)

Welche Geldanlage ist momentan die beste, wo gibt es aktuell die beste Rendite, wie kann Geld zur Zeit sicher, ohne Risiko angelegt werden? Der folgende Vergleich umfasst elf Anlageformen. Exotischere Anlagemöglichkeiten, wie etwa Kunst oder Wein, sind unter „Wertanlagen“ zusammengefasst.

Sparbuch

Auf dem Sparbuch gibt es nicht gerade Top-Zinsen, aber immerhin lässt sich Geld hier sicher anlegen. Sind aber mehr als 100.000 Euro auf dem Sparkonto, greift die Einlagensicherung der Europäischen Union nicht mehr vollständig. Was 100.000 Euro übersteigt, ist nicht mehr gesichert. Es besteht kein Entschädigungsanspruch, wenn die Bank zahlungsunfähig wird. Daher sollte ein Anlagebetrag von mehr als 100.000 Euro bei Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld immer auf mehrere Geldinstitute verteilt werden.

Zinsertrag: 1/5
Sicherheit: 5/5

Tagesgeld

Tagesgeld ist ebenfalls eine sichere Geldanlage und wird zudem besser verzinst als ein Sparkonto. Dennoch verringert die Inflation den Wert des Geldes mit der Zeit. Für das Tagesgeld gibt es keine Kündigungsfrist und keine Laufzeit. Der Geldbetrag ist also „täglich“ verfügbar. Auch beim Tagesgeld ist die Geldanlage bis zu 100.000 Euro pro Bank abgesichert. Wie auch beim Festgeld offerieren die Anbieter Neukunden bei Tagesgeld und Festgeld bevorzugte Konditionen. Solche kurzzeitigen, fast immer auch bezüglich der Anlagesumme beschränkten Zinssätze wurden hier nicht berücksichtigt.

Zinsertrag: 2/5
Sicherheit: 5/5

Festgeld

Auch auf dem Festgeldkonto lässt sich Geld sicher anlegen, und Banken bieten eine Rendite, die sogar noch etwas höher ist als beim Tagesgeld. Jedoch wird das Geld für eine feste Laufzeit angelegt und ist während dieses Anlagezeitraums nicht verfügbar. Etwas Flexibilität und Verfügbarkeit verschafft ein zweigleisiges Vorgehen: Ein kleinerer Betrag wird für Notfälle auf dem Tagesgeldkonto geparkt, und ein größerer Betrag auf Festgeldkonten über eine längere Anlagedauer, etwa 6, 12 und 24 Monate. Es gibt Geldanlagen mit höherem Zinssatz, aber als Beimischung zum Portfolio zur Risikostreuung oder um Geld vorübergehend zu parken, sind Tages- und Festgeldanlage nicht grundverkehrt.

Zinsertrag: 2/5
Sicherheit: 5/5

Immobilien

Die vermietete Immobilie, auch Renditeimmobilie, Anlageobjekt, Renditeobjekt oder Zinshaus (Österreich) genannt, gilt als sicher und gehört zu den profitabelsten aller Investments. Das liegt daran, dass ein Kapitalanleger in Immobilien von „Other People’s Money“ profitiert. Durch die Finanzierung via Bankdarlehen entsteht ein Fremdkapitalhebel. Dieser erhöht die bereits ohne Fremdkapitalhebel oftmals gar nicht schlechte Rendite dieser Geldanlageform rechnerisch und damit real: Da weniger eigene Mittel eingesetzt werden müssen, steigt die entscheidende Eigenkapitalrendite stark und liegt damit deutlich höher als bei anderen Assetklassen.

Der Immobilieninvestor lässt das Geld der Bank für sich arbeiten, und der Mieter zahlt Zins und Tilgung – ganz oder zumindest teilweise – zurück. Zur Wertsteigerung der Immobilie an sich sowie der laufenden Rendite durch Mieteinnahmen gesellen sich als Bonus diverse Steuervorteile und Gestaltungsmöglichkeiten. Als Sachwert hat die professionell ausgewählte Renditeimmobilie zudem einen eingebauten Inflationsschutz: Objektwert und Miethöhe steigen mit der Inflation. Schließlich erwirtschaftet eine Immobilie auch noch soziale Rendite. Der seriöse Immobilieninvestor schafft nicht nur Wohnraum, sondern betreibt auch noch regionale Wertschöpfung, indem er direkt oder indirekt Handwerker aus der Region beschäftigt.

Zinsertrag: 4/4
Sicherheit: 4/4

Aktien

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen. Mit Aktien sind sowohl hohe Renditen als auch der Totalverlust möglich. Das Risiko lässt sich durch Streuung und mit langem Anlagehorizont verringern. Ein langer Anlagehorizont bedeutet, dass geplant ist, die Aktien viele Jahre oder sogar Jahrzehnte zu halten. Wird das in Aktien gebundene Kapital kurzfristig doch benötigt, so ist es möglich, die Aktien zu liquidieren, also durch Verkauf an der Börse zu Bargeld zu machen. Wird das Geld zu einem ungünstigen Zeitpunkt benötigt, also dann, wenn die Kurse der betroffenen Aktien am Boden sind, fährt der Anleger womöglich herbe Verluste ein. Wer sich sicher ist, schwache Börsenphasen, die durchaus auch etliche Jahre andauern könnnen, immer aussitzen zu können, für den ist der Aktienmarkt prinzipiell interessant. Für die Risikobetrachtung ist zwischen Dividendenaktien und Wachstumsaktien („Growth-Aktien“) zu unterscheiden:

  • Dividendenaktien werden meist zu wenig spektakulären Kursen gehandelt, da sie ein etabliertes Geschäftsmodell betreiben. Diese Tatsache, dass weniger Geld in Wachstum gesteckt wird, führt dazu, dass mehr Geld für die Auszahlung von Dividenden übrig bleibt. Deutsche Dividendentitel sind im „DivDAX“ gebündelt, und dazu gehören zum Beispiel Allianz, Bayer, BASF, Deutsche Bank, E.ON, VW, Mercedes-Benz und BMW. Dividendenaktien ähneln insofern Immobilien als Kapitalanlage, als Anleger sowohl von der Wertsteigerung des Anlageobjekts profitieren als auch von laufender Rendite, die in Form von Dividenden bzw. Miete regelmäßig ausgezahlt wird.
  • Wachstumsaktien zahlen üblicherweise gar keine Dividende. Die betreffenden Unternehmen investieren stattdessen mehr oder weniger stark in die Zukunft des eigenen Geschäftsmodells. Diese Unternehmen sind innovativ und werden an den Börsen zu hohen Umsatzmultiples gehandelt, wie zum Beispiel Amazon, Tesla oder Microsoft.

Sicherheit und Rendite dieser Assetklasse hängen also auch von der Aktienart und der Breite des Portfolios ab.

Zinsertrag: 4/5
Sicherheit: 2/5

Anleihen

Anleihen sind ebenfalls Wertpapiere. Mithilfe von Anleihen leiht sich ein Staat oder ein Unternehmen Geld von den Anlegern und zahlt dieses Geld am Ende einer festgelegten Laufzeit zuzüglich Zinsen zurück. Auch wenn Anleihen vergleichsweise sicher sind, bleibt das Risiko einer Unternehmensinsolvenz oder einer Staatspleite bestehen. Dass Deutschland pleitegeht, ist eher nicht zu erwarten; bei vielen anderen Ländern, darunter auch Industriestaaten, ist das aber nicht auszuschließen. Anleihen sind meist rentabler als Festgeld, ob das Zinsversprechen eintritt, hängt jedoch von der Verlässlichkeit des Emittenten ab.

Zinsertrag: 3/5
Sicherheit: 3/5

Fonds

Eine Fondsgesellschaft nimmt das Geld mehrerer Anleger und investiert es gebündelt in verschiedene Vermögenswerte. Damit verfolgt die Fondsgesellschaft das Ziel einer breiten Diversifikation. Es gibt verschiedene Arten von Fonds, wie etwa Aktienfonds, Immobilienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds. Da bei dieser Form der Geldanlage nicht alles auf eine Karte gesetzt wird, ist das Verlustrisiko geringer als Einzelaktien. Fonds werden durch die Fondsgesellschaft aktiv verwaltet und können eine akzeptable Rendite erzielen.

Zinsertrag: 3/5
Sicherheit: 3/5

ETF

ETF (Exchange Traded Funds) sind im Grunde ebenfalls Fonds. ETF werden allerdings nicht aktiv gemanagt, wie es bei den oben genannten klassischen Fonds der Fall ist. Dadurch sind die Gebühren, welche ja immer die Rendite schmälern, bei ETF sehr niedrig. ETF bilden Aktienindizes wie zum Beispiel den DAX oder den S&P 500 einfach ab und versuchen nicht, die allgemeine Entwicklung der Aktien zu übertreffen, indem sie diese laufend kaufen und verkaufen. ETF beherzigen also die launige Börsenweisheit „Hin und her macht Taschen leer“.

ETF sind eine rentable und sichere Geldanlage und liefern sich diesbezüglich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Kapitalanlage-Immobilien. Geschlagen werden ETF von Immobilien allerdings bei den Aspekten steuerliche Gestaltung, Fremdkapitalhebel und nicht zuletzt bei sozialen Faktoren wie Wohnraumschaffung und regionaler Wertschöpfung. Mit einem ETF, der den berühmten MSCI World-Aktienindex abbildet, stützt der Anleger vor allem sehr große US-Konzerne wie etwa Apple & Co.. Das muss nicht schlecht sein, vor allem nicht hinsichtlich der Rendite. Schließlich erzielt der MSCI World seit 50 Jahren circa 9 Prozent jährlich. Eine noch höhere Eigenkapitalrendite ist mit vermieteten Immobilien und ihrem Fremdkapitalhebel möglich.

Zinsertrag: 4/5
Sicherheit: 3/5

Bitcoin

Unter den Kryptowährungen sticht Bitcoin als seriöseste hervor, und doch ist auch Bitcoin als sehr unsicher zu bewerten. Fragwürdig ist an Bitcoin:

  • Bitcoin ist nicht so autark, wie viele Fans denken, und damit stets in Gefahr eines Kurssturzes nach einem staatlichen Eingriff. Auch die Umwandlung zurück in Dollar und Euro können Staaten sehr stark behindern.
  • Der von Satoshi Nakamoto entwickelte Bitcoin Core-Code wird im Open Source-Verfahren von mehreren Hundert Menschen laufend weiterentwickelt, was Bitcoin undurchsichtig und unkalkulierbar macht.
  • In die Bitcoin-Blockchain können auch andere Daten als nur Zahlungsinformationen geladen werden, etwa Bilder. Das ist noch wenig bekannt, wird aber bereits gemacht und verursacht nutzlosen Speicher- und Bandbreitenverbrauch. Einmal von x-beliebigen Personen in die Blockchain geladen, können Bilder, wie alles andere, nie wieder entfernt werden.
  • Die Bitcoin-Welt ist generell sehr turbulent, mit vielen undurchsichtigen Akteuren. So müssen Nutzer etwa darauf achten, die Wallet für Bitcoins direkt vom Hersteller zu kaufen, um auszuschließen, dass der Zwischenhändler Schadcode in das Gerät geschleust hat, der die Bitcoins stiehlt.
Zinsertrag: 4/5
Sicherheit: 1/5

Gold

Die vor allem von Finanzexperten oft geschmähte Anlageform Gold ist besser als ihr Ruf, wenngleich niemand sein komplettes Vermögen in Gold anlegen sollte, schon, um das Risiko zu streuen.

  • Ein Kritikpunkt gegen Gold lautet, es gäbe keine innere Wertentwicklung, anders als dies bei Unternehmen und damit bei Aktien der Fall sei. Doch auch bei Aktien kommt es letztlich auf die Nachfrage an. Erst, wenn die Aktie nachgefragt wird, ensteht der für den Anleger entscheidende, monetäre Wert. Die Nachfrage nach Aktien und Gold mag vordergründig unterschiedlich motiviert sein; unterm Strich geht es aber in beiden Fällen darum, dass Anleger darauf spekulieren, dass der Wert ihrer Wertanlage weiter steigt.
  • Der Glaube an Gold und seine Zukunft trägt mystisch-archaische Züge, doch das macht Gold keineswegs zur irrationalen Kapitalanlage. Die Faszination der Menschheit für Gold hält nun schon 7000 Jahre an, und ein Ende ist nicht absehbar. Insbesondere im globalen Süden, dessen Bevölkerung zudem wächst, ist die Nachfrage nach Gold ungebrochen.
  • Katastrophen und Konflikte, wie etwa Kriege, treiben den Goldpreis temporär; ein nachhaltigerer Preistreiber war aber die Finanzkrise 2008, die allen nochmal vor Augen geführt hat, dass eine Investition in das System aus Fiat-Money (grob: Papiergeld) und Aktien allein womöglich nicht sicher genug ist.

Gold ist eine sinnvolle Beimischung für das Portfolio, welche insbesondere in Krisenzeiten Verluste in anderen Anlageformen abschwächen kann. Zwar ist der Goldpreis für größere Goldbarren niedriger als für Mini-Barren und Münzen, jedoch sind kleinere Einheiten flexibler und praktikabler in Krisenzeiten, sodass der etwas erhöhte Preis in Kauf genommen werden sollte.

Gold kann im traditionell „Tafelgeschäft“ genannten Barkauf vor Ort gegen namenlose Quittung gekauft werden. Die Höchstgrenze für anonyme Bargeschäfte mit Edelmetallen in Deutschland wurde zum 1.1.2020 gesetzlich auf 1.999,99 Euro beschränkt, während für alles außer Edelmetallen und Immobilien eine 10.000 Euro-Höchstgrenze gilt. Diese Grenzen gelten pro Person. Die Barquittung sollte für den Verlustfall zur Vorlage bei der Versichung aufbewahrt werden.

Wertanlagen – Vermögen zum Anfassen

Was ist eine Wertanlage im Vergleich zur Geldanlage oder Kapitalanlage? Im Allgemeinen ist mit dem Begriff Kapitalanlage die Geldanlage in etwas größerem Stil gemeint, während die Wertanlage eine Geldanlage in gegenständliche, meist rare Sachwerte darstellt, wie etwa Luxusuhren, Antiquitäten, Kunst, Wein, Whiskey oder Legosteine. Gold und Immobilien fallen als Sachwerte auch in die Kategorie Wertanlage, werden aber oft unter dem Oberbegriff Kapitalanlage oder Geldanlage geführt, da beide Anlageklassen so geläufig sind.

Bei der Wertanlage in Raritäten spielt oft ein persönlicher Bezug zur Art der Anlageobjekte eine Rolle. Luxusuhren gelten zum Beispiel als Wertanlage mit null oder negativer Rendite. Der Anleger bzw. Sammler zieht aber neben dem wirtschaftlichen eventuell noch zusätzlichen, emotionalen und sozialen Nutzen aus der Wertanlage; er kann sie täglich anfassen, pflegen, als Gebrauchsgegenstand oder Statussymbol nutzen und sich offline und online mit Gleichgesinnten darüber austauschen.

Geld in Wertanlagen im oben genannten Sinne anzulegen, ist hinsichtlich der Rendite nicht empfehlenswert, es sei denn, der Anleger ist Experte auf dem Gebiet oder hat Zugang zu besonders attraktiven Objekten.

Zinsertrag: 1/5
Sicherheit: 3/5

Rendite versus Risiko

Die Wahl der besten Geldanlage erfordert eine Abwägung der drei Faktoren Rendite, Sicherheit und Anlagehorizont. Immobilieninvestments bieten mit Steuervorteilen und Fremdkapitalhebel eine sehr attraktive Rendite und, am Standort Deutschland, sowohl hohe Sicherheit als auch regionale Wertschöpfung.

Geldanlagen-Vergleich

Zusammenfassend eine Übersicht über die Vorteile und Nachteile, die Rendite und das Risiko der verschiedenen Anlageformen.

(Eigene Darstelllung)
Zinsertrag Sicherheit
Sparbuch 1/5
5/5
Tagesgeld 2/5
5/5
Festgeld 2/5
5/5
Immobilie 4/5
4/5
Aktien 4/5
2/5
Anleihen 3/5
3/5
Fonds 3/5
3/5
ETFs 4/5
3/5
Bitcoin 4/5
1/5
Gold 2/5
3/5
Wertanlagen 1/5
3/5

Anlagehorizont

Der Anlagehorizont ist neben der Rendite und dem Risiko ein sehr wichtiger Faktor bei der Auswahl der passenden Kapitalanlageform. Der Anlagehorizont ist der zum Zeitpunkt der Geldanlage vom Investor geschätzte Zeitraum, über den hinweg das Geld ununterbrochen angelegt bleiben soll und nicht benötigt werden wird.

Der Anlagehorizont bei Geldanlagen

Der Anlagehorizont: Wichtiger Faktor bei Geldanlagen

Je länger der Anlagehorizont, umso geringer das Risiko der Geldanlage in exotischere und potentiell riskantere Geldanlagen.

(Eigene Darstellung)
Kurzfristig (täglich verfügbar: 0-5 Jahre) Mittelfristig (5 Jahre) Langfristig (10 Jahre oder länger)
Sparkonto X X X
Tagesgeld X
Festgeld X
Immobilien X X
Aktien X X
Anleihen X X
Fonds X X
ETFs X X
Bitcoin X X X
Gold X X X
Wertanlagen X X

Geld anlegen mit kleinen Beträgen

Nicht jeder hat eine größere Geldsumme zur freien Verfügung. Doch das ist kein zwingender Hinderungsgrund. Auch mit kleinen monatlichen Beträgen ist es möglich, rentabel und sicher Geld anzulegen:

  • Monatlicher Sparplan:

    Per Dauerauftrag fließt jeden Monat ein festgelegter Betrag auf ein Konto oder in ein Depot. Mittlerweile gibt es eine sehr große Auswahl an Sparplänen, um monatlich kleine, zweistellige Beträge auch in fortgeschrittene Anlageklassen wie ETFs zu stecken. Nichtsdestotrotz besteht hier das Risiko, Verluste zu erleiden.

  • Vermietete Immobilie als Kapitalanlage:

    Im Gegensatz zur selbstgenutzten Immobilie ist die Geldanlage in vermietete Immobilien auch ohne große, monatliche finanzielle Belastungen zu stemmen: Die Immobilie wird vermietet, sodass letztlich der Mieter einen großen Teil der Finanzierung und sonstiger Kosten übernimmt. Schließlich, nachdem der Mieter größtenteils die Immobilie abbezahlt hat, gehört sie dem Investor.

Geld für Kinder anlegen

Wenn Geld für Kinder angelegt wird, ist der Anlagehorizont lang, und dies ermöglicht riskantere Geldanlagen als es beispielsweise für Rentner, die naturgemäß einen kurzen Anlagehorizont haben, sinnvoll wäre. Je weiter voraus in der Zukunft eine angenommene oder überhaupt mögliche Teilentnahme oder vollständige Liquidierung der Geldanlage liegt, umso besser können Schwächephasen der Anlageform einfach ausgesessen werden.

  • Aktien, Fonds & ETFs als Geldanlage für Kinder

    Insbesondere Einzelaktien, aber, in geringerem Maße, auch Fonds und ETFs haben schwankende Kurse, eignen sich aber trotz ihrer Volatilität für den langen Zeithorizont von Kindern, der es ihnen ermöglicht, die mitunter bis zu zehn Jahre andauernden Abschwungphasen dieser Anlageklassen auszusitzen.

  • Vermietete Immobilie als Kapitalanlage für Kinder

    Vermietete Immobilien sind generell eine Kapitalanlage mit hoher Rendite, vor allem hoher Eigenkapitalrendite. Insbesondere beim Transfer der Immobilie zum Kind in Form einer Schenkung oder als Erbschaft spielt die Immobilie die ihr von der Politik gewährte Sonderstellung aus. Dass der Wertzuwachs einer Immobilie steuerfrei ist, wenn sie vor dem Verkauf mindestens 10 Jahre gehalten wurde, ist bekannt und ein attraktives Merkmal der Anlageform Immobilie. Noch attraktiver und weniger bekannt ist, dass der gesamte Immobilienwert, also nicht nur der Wertzuwachs, bei Schenkung und Vererbung an das Kind steuerfrei ist, wenn das Kind die Immobilie anschließend 10 Jahre selbst bewohnt. Dies gilt bis zu einer Wohnfläche von 200 qm; darüber hinaus gehende Wohnfläche wird anteilig versteuert.

  • Anlage unter eigenem Namen oder dem des Kindes

    Geld, das für Kinder angelegt wird, kann im Namen des Kindes angelegt werden oder unter eigenem Namen. Beides hat Vor- und Nachteile. Während die Anlage in eigenem Namen unkomplizierter ist, greift hierbei die Freigrenze für Kapitalerträge in Höhe von immerhin 1.000 Euro pro Jahr, die auch Kinder haben, nicht.

  • Mehr zum Thema Geldanlage für Kinder

    Weitere Infos zu diesem Themenbereich finden Sie unter Geld für Kinder anlegen

Geld anlegen, für Kinder

Für Kindergarten- und Grundschulkinder, die mit kleineren Beträgen den umsichtigen Umgang mit Geld erlernen sollen, eignet sich das Sparbuch als eine haptisch erlebbare, einfache und von Banken oder Sparkassen oft mit kleinen Geschenken geförderte, erste Geldanlageform. Kinder können hier Taschengeld, aber auch unregelmäßige Einnahmen wie Geldgeschenke oder Geld aus Ferienjobs selbständig und unkompliziert einzahlen und das Sparbuch eigenständig verwahren.

  • Flexible statt regelmäßige Anlageformen:

    Mangels regelmäßiger Einnahmen eignen sich Sparpläne und andere Anlageformen, bei denen über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingezahlt wird, nicht als eigenständige Sparform für Kinder. Besser eignen sich Aktien, Fonds, ETFs und Tagesgeld, sowie das Sparbuch für Kinder bis zum Grundschulalter.

Fazit Geldanlage 2023 / 2024

Risiko, Rendite und Zeit (Anlagehorizont) sind die Faktoren, die es bei der persönlichen Anlagestrategie zu berücksichtigen gilt. Wird darüber hinaus eine holistische Gesamtbetrachtung angestrebt, dann sollten auch soziale Aspekte gelten. Hier punktet vor allem die Immobilie mit Wohnraumschaffung und regionaler Wertschöpfung.

  • Anlagehorizont: Soll das Geld kurz-, mittel-, langfristig oder sehr langfristig angelegt werden? Wer in Zeiträumen von Generationen denkt und plant, kann auch mehr ins Risiko gehen.
  • Sicherheit: Ein Totalverlust, aber auch ein teilweiser Verlust soll möglichst ausgeschlossen sein. Wie zuverlässig, seriös, sicher ist die Institution, das Unternehmen, der Staat, dem das Geld anvertraut wird?
  • Rendite: Was schlägt die Inflation und erwirtschaftet darüber hinaus noch die beste Rendite, ohne waghalsig zu sein?

Die Kombination aus Wertsteigerung einerseits und laufender Rendite durch Mieteinahmen andererseits, steuerlichen Gestaltungs­möglichkeiten, Fremdkapitalhebel und sehr hoher Sicherheit macht Immobilien zu einer lukrativen Anlageform. Gute ETFs, wie etwa der MSCI World, erzielen ebenfalls gute Renditen und sind sowohl zur Risikostreuung als auch für zusätzliche Flexibilität empfehlenswert. Ein ETF ist schneller verkauft als eine Immobilie, aber auch bei Immobilien dauert die Liquidation nicht allzu lange.

Mehr Einblicke in die Profitabilität, Sicherheit und Steuervorteile der Immobilie als Kapitalanlage teilen die Experten von Meine-Renditeimmobilie gerne in einem kostenlosen Orientierungsgespräch. Mit dem erprobten Schritt-für-Schritt-System von Meine-Renditeimmobilie sind rentable, sichere Immobilieninvestments bereits ab einem Nettoeinkommen von 2.500€ monatlich möglich. Dabei handelt es sich nicht etwa um Immobilienfonds oder sonstige Konstrukte, sondern um den klassischen Erwerb einer eigenen, ggf. kleinen oder sehr kleinen, eigenen Renditeimmobilie mit Grundbucheintrag, Notar und allem, was dazugehört.