Börsencrash 2022

Was ist ein Aktien-/Börsencrash?

Letzte Aktualisierung am 03.01.2022

Neues Jahr – neuer Börsencrash?

Viele Börsianer sagen für 2022 einen Aktiencrash voraus. Doch der Jahresbeginn 2022 verlief an den weltweiten Börsen positiv. Im letzten Quartal 2021 korrigierten viele der “Highflyer” der letzten beiden Jahre stark. Das hat sicherlich Verkaufsdruck genommen, sodass der Start in das Jahr 2022 ruhig ausfiel. Doch sicherlich sind die Märkte vor einem kommenden Börsencrash nicht gefeit.

Fast jeder hat schon einmal davon gehört, dass bestimmte Aktien einbrechen und Anleger nervös werden. Das passiert immer wieder mal. Doch ab wann tatsächlich von einem Börsencrash gesprochen wird, ist vielen nicht bewusst. Also wollen wir in diesem Artikel die Fragen klären: „Was ist ein Börsencrash?“ und „Droht uns 2022 ein Aktiencrash?“

Bei einem Börsencrash handelt es sich um einen drastischen Kurseinbruch an der Börse. Doch wie kommt es dazu? 

  • Ende November war beispielsweise am Deutschen und US-amerikanischen Aktienmarkt ein Kurseinbruch zu beobachten. Es ging teilweise an einzelnen Tagen mehrere Prozent abwärts. Tiefrote Portfolios.
    Schuld am Aktiencrash dürfte die Angst vor der neuen Coronavirus Mutation namens “Corona b1.1.529” sein. Laut ersten Analysen sei diese Variante deutlich infektiöser als die bisherigen Varianten (Delta war 70x ansteckender als das ursprüngliche Virus, die neue Variante soll ersten Schätzungen zu Folge bis zu 500x ansteckender sein).
  • Anders als bei Renditeimmobilien kommt es zu emotional begründeten Verkäufen – “Bloß Raus” lautet oft die Devise, wenn spontan verkauft wird. 
  • Ein anderes Phänomen sind äußere Schocks: Das ist beispielsweise bei dem Ausbruch der Coronakrise Anfang 2020 passiert. Die Anleger fürchteten, durch die Krise erhebliche Wertverluste verzeichnen zu müssen. Sie verkauften daher große Mengen ihrer Aktien, um liquide zu bleiben. Käufer gab es für die abgestoßenen Aktien allerdings keine. Dadurch fielen die Preise innerhalb kürzester Zeit in den Keller. 
  • Aber auch das Platzen einer Spekulationsblase kann einen Börsencrash 2021 bewirken, möglicherweise ausgelöst durch die im Raum stehenden “Tapering” Maßnahmen der amerikanischen Notenbank FED, die für schlechte Stimmung am Aktienmarkt sorgen. 
Börsencrash 2021 Umfrage

Wir haben gefragt: Sehen wir 2021 noch einen Aktiencrash? Die Tendenz: Nein.

Das Aktienportfolio strapaziert die Nerven des Anlegers stärker als ein eine vermietete Immobilie mit konstanten Renditen. 

Aktiencrash 2021 vs Immobilien

Die Rendite des Aktienportfolios ist zwar auf lange Sicht positiv, jedoch sind vermietete Immobilien deutlich weniger anfällig für Crashs und haben sowohl eine höhere als auch eine konstantere Rendite.


Wie Aktien und vermietete Immobilien in einem gemeinsamen Portfolio funktionieren, erklären wir gerne in einem digitalen Infogespräch.

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Wie entsteht eine Aktienblase?

Eine Aktienblase entsteht, wenn am Aktienmarkt eine große Euphorie herrscht und die Nachfrage immer weiter wächst. Durch die steigende Nachfrage steigt auch der Kurs, was letzten Endes dazu führt, dass das Verhältnis zwischen Unternehmenswerten und Aktienpreisen nicht mehr ausgeglichen ist. Der Preis der Aktie entspricht also nicht mehr ihrem tatsächlich Wert. Sie ist zu hoch bewertet. Meist fällt dies erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auf. Doch die Spekulationsblase ist bereits entstanden und platzt, sobald dieses Missverhältnis auffällt. In der Folge wollen die Anleger ihre Aktien schnellstmöglich abstoßen. 

Spekulationsblase einfach erklärt: Viele Anleger investieren in zu hoch bewertete Aktien. 

Doch es gibt auch noch ein anderes Szenario: Die EZB druckt seit geraumer Zeit enorme Mengen Geld (analog dazu tun dies die anderen großen Zentralbanken in den USA, China und Japan):

EZB Bilanz

Die Bilanz der EZB wird länger und länger (Quelle).

Das führt zu einer steigenden Geldmenge, die nun in Aktien, Immobilien, Gold etc. investiert wird. Es kommt zu steigenden Preisen, denn die größer werdende Menge Geld verteilt sich auf die selbe Anzahl Aktien, Immobilien, Gold etc. wie zuvor. 

Nur weil die Preise von Sachwerten also stark steigen, ist nicht automatisch von einer Blase auszugehen. Das lassen viele sog. Experten außer Acht.

Wann platzt die Aktienblase? Wie kommt es zum möglichen Börsencrash 2021?

Am Aktienmarkt geht es vor allem um Vertrauen. Bildet sich eine Blase, kommt es also darauf an, ob die Anleger darauf vertrauen, dass das Unternehmen dem Wert der Aktie noch gleich zieht. Fehlt dieses Vertrauen, sind Anleger darauf bedacht, ihre Unternehmensanteile schnellstmöglich zu verkaufen. Das führt dazu, dass das Angebot größer ist als die Nachfrage. Die natürliche Folge dessen: Der Preis fällt. Je mehr Investoren ihre Aktien abstoßen, desto weiter sinkt der Preis. Anleger sollten deswegen möglichst schnell handeln. Je länger sie warten, desto mehr Geld verlieren sie und desto schlimmer sind für sie die Folgen eines Börsencrashs. Außer Sie können einen Börseneinbruch aussitzen und abwarten bis die Aktie wieder erholt und steigt.

Angst und Gier bestimmen den Markt

Kaum eine Kapitalanlage ist so emotionsgeladen wie das Aktieninvestment. Der Aktienmarkt wird maßgeblich von zwei Emotionen gesteuert: Angst und Gier. Herrscht Angst, wie beim oben beschriebenen Szenario, dann wollen die Anleger ihre Aktien loswerden und die Preise sinken. Läuft alles gut, werden die Menschen gierig und die Nachfrage wächst. Die Preise steigen. Aus diesem Grund gibt es den sogenannten Fear & Greed-Index. 

Dieser Index zeigt an, in welcher Phase sich ein Markt gerade befindet. Dafür werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Unter anderem wird beobachtet, wie sich das Risikoverhalten der Anleger verändert. So gelten beispielsweise Staatsanleihen als sichere Anlageform. Wenn festgestellt wird, dass Aktien populärer sind als Anleihen, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Tendenz eher in Richtung Gier als in Richtung Angst geht. Auch das Handelsvolumen von Aktienkäufen und -verkäufen wird verglichen sowie das Handelsvolumen steigender und fallender Aktien. In der Summe ergibt sich ein Wert, der aussagt, ob die Angst oder die Gier den Markt beherrscht. Bei einem Börsencrash liegt der Wert weit unter 50. Wer diesen Index regelmäßig verfolgt und sich über die Ursachen eines Börsencrashs bewusst ist, kann in etwa einschätzen, wann oder ob ein Börsencrash kommt. 

Fear and Greed Index

Wie vor Aktiencrash schützen?

Das Platzen einer Aktienblase hängt von subjektiven Faktoren ab, die wiederum von dem Verhalten einzelner Investoren bestimmt werden. Zu verhindern, dass die Blase platzt, ist daher sehr schwierig. Immer mehr Amateure platzieren sich am Markt, was dazu führt, dass Emotionen und massenpsychologische Phänomene immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zwar haben Staaten und Zentralbanken Möglichkeiten, Kurseinbrüche abzufangen bzw. vor dem Entstehen einer Blase regulierend gegenzuwirken. Privatinvestoren haben aber eher kaum Optionen, um wirklich Einfluss auf einen Börsencrash zu nehmen oder diesen aufzuhalten. 

Was können Anleger konkret tun?

  • Der Schutz vor einem Börsencrash ist kaum möglich. Anleger können sich aber sehr wohl vor den Folgen eines Börsencrashs schützen. Aktien werden immer mit Hinblick auf die künftige Ertragskraft eines Unternehmens bewertet. Steht das potenzielle Umsatzwachstum in keinem Verhältnis mehr zur heutigen Bewertung der Aktie, ist Vorsicht angesagt. Um das Verhältnis aus Potenzial und aktueller Bewertung einschätzen zu können, hilft es, Kennzahlen anzusehen. Folgendes Video verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Unternehmensbewertung und Umsatzwachstum:

  • Die negativen Folgen eines Crashs lassen sich außerdem minimieren, indem Anleger ihr Geld auf mehrere Investitionskategorien verteilen: So sind Immobilien z.B. weniger spekulativ. Entscheidend kann hier eine Investition in Substanzwerte sein. Während Aktien einer täglichen Wertveränderung durch schnelles Kaufen und Verkaufen unterworfen sind, bleibt der Wert bei Immobilien stabil. Damit sind Immobilien nicht von kurzfristigen Preisschwankungen betroffen und bieten so deutlich mehr Sicherheit.

    Artikelempfehlung: Aktien vs Immobilien
  • Wer aber nicht nur auf Immobilien setzen möchte, sollte sich wenigstens teilweise damit auseinandersetzen. Risikostreuung ist ein existenzielles Thema bei der Kapitalanlage. Es macht daher Sinn, sein Vermögen zu verteilen. Ein Anleger, der während eines Börsencrashs lediglich zehn Prozent seines Vermögens verliert, steht deutlich besser da als jemand, der sein gesamtes Vermögen in Wertpapiere angelegt hat. Die Risikostreuung sollte demnach nicht unterschätzt werden. Zwischen Aktien und Immobilien herrscht eine sehr geringe negative Korrelation von -0,14 %. Bei eine Korrelation nahe 0 kann davon ausgegangen werden, dass der Wert der einen Investition (z.B. Aktien) sich nicht analog zum Wert einer anderen Investition (z.B. Immobilien) entwickelt. Zudem bieten Immobilien mit einer Volatilität von unter 3 % eine sehr geringe Schwankungsanfälligkeit. Ein riskantes Aktiengeschäft kann damit wunderbar abgesichert werden. 
  • Um bei einem Börsencrash nicht mit wehenden Fahnen unterzugehen, ist nicht nur die Risikostreuung wichtig. Aktienanleger sollten außerdem darauf achten, dass sie nicht ihr gesamtes Vermögen investieren, sondern nur den Anteil des Vermögens, auf den sie im Zweifel verzichten können. Wird dies nicht beachtet, kann im schlimmsten Fall ein Großteil des Vermögens bei einem Börsencrash in Rauch aufgehen. Um einen zusätzlichen Schutz zu haben, bietet sich eine Cash-Reserve an. Sollte tatsächlich das gesamte angelegte Vermögen verloren werden, kann ein gewisser „Notgroschen“ im Safe von entscheidender Bedeutung sein.
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Fazit: Was schützt vor einem Börsencrash?

Grundsätzlich sollten Investoren nicht alles auf eine Karte setzen. Die Investition in Sachwerte ist immer empfehlenswert. Ja, auch Aktien gehören zu Sachwerten, aber: Auch hier gilt der Grundsatz der Risikostreuung bzw. der Diversifikation. Ein Portfolio bestehend aus Aktien, Immobilien und anderen Sachwerten bietet deutlich mehr Sicherheit als ein reines Aktienportfolio.

Entwicklung Börse 2021

Für eine positive Entwicklung der Börse gibt es 2021 einige Bedingungen:

  • Mögliche weitere Hilfszahlungen des amerikanischen Staates an seine Bürger: Je höher die Hilfen, desto besser für den Aktienmarkt
  • Konsumverhalten der Bürger nach den Lockdowns: Je mehr die Leute einkaufen, urlauben und zurück zum „alten“ Leben kehren, desto besser für die Aktienmärkte
  • Entstehung von Inflation: Aufkommende Inflation wirkt sich langfristig positiv auf die Aktienmärkte aus

Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Markteinsturz führte dazu, dass die Europäische Zentralbank immer mehr Geld gedruckt und auf den Markt geworfen hat. Diese Vorgehensweise wird vermutlich auch im Jahr 2021 beibehalten werden, was wiederum zur Folge hat, dass die Aktienwerte wieder nach oben klettern

Um die Wirtschaft anzukurbeln, kauft die EZB mehr Staatsanleihen. Der Staat erhält dadurch Gelder, die er wieder investieren kann, beispielsweise in die Infrastruktur. Davon profitieren die beauftragten Unternehmen und können trotz der aktuell noch herrschenden Krise liquide bleiben und überleben.

Wann kommt der nächste Börsencrash 2021?

Solange die Zentralbanken weiterhin ihre Unterstützung zusichern und abliefern, ist ein Börsencrash aktuell unwahrscheinlich. Ziehen sie ihre Unterstützung wiederum zurück, kann dies schnell anders aussehen. Weitere Risikofaktoren sind in den Bulletpoints oben aufgelistet.

Dennoch gibt es einige Punkte, die für eine solche Entwicklung sprechen. Das fortwährende Drucken von Geld kurbelt die Inflation immer weiter an. Neues Geld führt jedoch dazu, dass das Geld letzten Endes weniger wert ist. Von daher würde die Beendigung des Gelddruckprozesses einen gewissen Inflationsschutz bieten. Zum anderen muss das zur Verfügung gestellte Geld irgendwann auch zurückgezahlt werden. Doch wer tilgt diese Schulden? Es sind die nachfolgenden Generationen, die mit einer enormen Schuldenlast konfrontiert werden. 

Ein weiterer Risikofaktor besteht in der Abwertung der Währungen untereinander. Die Pandemie betrifft aktuell alle Länder gleichermaßen, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Dennoch ergreifen nicht alle Länder die gleichen Maßnahmen. Das kann sich natürlich auch auf die Geldpolitik auswirken. Wenn nun ein Land damit aufhört, weiterhin Geld in die Wirtschaft zu pumpen, wertet es damit seine Währung gegenüber anderen Ländern automatisch auf, wenn diese damit weitermachen. 

Nicht zu vergessen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, die Gesellschaft wird immer weiter gespalten. Während die Armen immer ärmer werden, werden die Reichen immer reicher. Angenommen, es werden nur noch wenige Kredite gewährt, dann liegt es auf der Hand, dass diese an diejenigen Menschen vergeben werden, die über eine gute Bonität verfügen. Somit können die Reichen vom Fremdkapitalhebel (Leverage) profitieren, während es den Armen verwehrt bleibt. Reichtum kann so auch in Krisenzeiten vermehrt werden.

Was spricht dagegen?

Trotz alledem gibt es auch gute Gründe, die finanzielle Unterstützung nicht herunterzufahren. Die Wirtschaft ist abhängig von den aktuellen Zuschüssen bzw. Stimuli. Das gilt gleichermaßen für die Konsumenten. Ohne entsprechende Unterstützung würde die Wirtschaft weiter bergab gehen. Dies würde zu einem extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Verzweiflung führen. 

Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Zinsniveau niedrig gehalten wird. Werden Bankengelder hingegen zur Rarität, ist ein Anstieg der Zinsen nicht zu vermeiden. 

Die Finanzierung des Staatshaushaltes spielt dabei natürlich außerdem eine große Rolle. Die Wirtschaft befindet sich im absoluten Krisenmodus und läuft auf Sparflamme, was dazu führt, dass der Staat weniger Steuereinnahmen erzielt. Eine weitere Unterstützung durch neues Geld wäre daher auch aus Sicht des Staates mehr als wünschenswert. 

Die Entwicklung des Marktes jedoch abzuschätzen, wird immer schwieriger. Schließlich gibt es neben den institutionellen Investoren mittlerweile auch immer mehr Kleinanleger. Die Psychologie der Massen gewinnt an Einfluss. Das kann sich zum Guten wie auch zum Schlechten entwickeln. Ausschlaggebend sind hier die menschlichen Emotionen, die sich – wie bereits erwähnt – zwischen Angst und Gier bewegen. Bestes Beispiel für ein solchen Massenphänomen ist der Ansturm der Wallstreetbets-Gemeinde auf die GameStop-Aktie Anfang 2021. In Internetforen organisierten sich Millionen von Kleinanlegern, um gezielt Aktien des alteingesessenen Unternehmens GameStop zu kaufen, welches von Shortsellern ins Visier genommen wurde. Der Preis der GameStop-Aktie vervielfachte sich daraufhin kurzfristig. 


Die Investition in Aktien wird künftig also noch vielschichtiger werden. Unterm Strich ist eine solide Analyse von Aktienwerten sowie ein breit aufgestelltes Investitions-Fundament bestehend aus Aktien, Immobilien und anderen Sachwerten eine gute Grundlage für die finanzielle Absicherung.

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